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Alarmierende Zahlen, ernste Gesichter – ein Thema, das leider keine Altersgrenze kennt, aber bei über 65-Jährigen besonders häufig ins Gewicht fällt: Krebs. Sie denken, das ist doch vor allem ein Problem der Jüngeren? Keineswegs! Das höhere Alter ist laut den neuesten Zahlen eindeutig der Risikofaktor Nummer eins.
Alter als größter Risikofaktor: Zahlen, die aufhorchen lassen
Krebs kann jeden treffen – vom Säugling bis zum Senior, egal ob Pubertät, Mitte dreißig oder schon das silberne Haar ziert. Das Alter aber spielt die tragende Rolle: Laut dem nationalen Krebsinstitut starben 115.158 Menschen ab 65 Jahren an Krebs. Das macht sage und schreibe 75,3 % aller Krebstodesfälle aus. Also: Mit jedem weiteren Geburtstag steigt leider auch das Risiko. Männer erwischt es besonders oft; jährlich gibt es dort 140.940 neue Krebsfälle, Frauen folgen mit immerhin noch 108.351 – die Statistik spricht eine deutliche Sprache.
Die häufigsten Krebsarten bei Männern über 65: Klare Favoriten – leider
Bei Männern ab 65 führt der Prostatakrebs unangefochten das Feld an. Wer denkt, das trifft nur Senioren, irrt nicht: Vor dem 50. Geburtstag ist Prostatakrebs eine Seltenheit, der häufigste Diagnosezeitpunkt liegt im zarten Alter von 69 Jahren. Ganze 66 Prozent aller Fälle werden bei Männern über 65 entdeckt. Ebenfalls in den unrühmlichen Top 3:
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Rezepturen in Gefahr: BMG blockiert AMPreisV
- Lungenkrebs: Mit geschätzten 20.214 neuen Fällen im Jahr 2017 und einer erschreckend hohen Todesrate (14.198 Sterbefälle) ist er nicht nur oft, sondern auch besonders tödlich.
- Darmkrebs: 17.366 neue Diagnosen pro Jahr – und hier kommt ein Hoffnungsschimmer: Wird er rechtzeitig erkannt, kann er sehr gut behandelt werden. Das macht die Früherkennung so extrem wichtig!
Über 65 und weiblich: Der Brustkrebs steht im Mittelpunkt
Epidemiologische Daten zeigen: Frauen ab 65 werden am häufigsten mit Brustkrebs konfrontiert – 28.799 neue Diagnosen alleine im Jahr 2017. Das mittlere Diagnosealter liegt bei 64, im besten Rentenalter also. Und auch wenn Brustkrebs besonders tödlich ist (8.653 Todesfälle pro Jahr), lauern noch weitere Gefahren:
- Darmkrebs: Liegt mit 15.376 Fällen noch vor dem Lungenkrebs.
- Lungenkrebs: 9.328 neue Fälle pro Jahr.
Kombiniert verursachen diese drei Krebsarten 43,2 % aller Krebstodesfälle in dieser Altersgruppe – das ist fast jede zweite Diagnose ein großer Brocken.
Krebs im Alter: Oft nicht allein und nicht leicht erkennbar
Als ob Krebs nicht schon genug wäre, gesellt er sich bei älteren Betroffenen gerne zu anderen altersbedingten Beschwerden. Häufig treten Begleiterkrankungen wie:
- neurodegenerative Erkrankungen,
- Herzkreislauferkrankungen
- und Arthrose
auf den Plan. Problematisch ist dabei vor allem: Die typischen Symptome bei älteren Menschen zeigen sich oft so unspezifisch, dass man sie gerne dem Alter selbst anlastet. Wer kennt es nicht: Müdigkeit, ein bisschen abgenommen, die Gelenke schmerzen und der Magen rumort? Schnell ist das als „ganz normal“ abgetan, dabei könnten es erste Anzeichen von Krebs sein. Genau deshalb verzögert sich die Diagnose leider häufig.
Fazit: Früherkennung ist Trumpf – und Nachdenken lohnt sich!
Wer jenseits der 65 merkt, dass sich der Körper verändert, sollte nicht zögern und lieber einmal zu oft als zu selten die Ärztin oder den Arzt aufsuchen. Lieber wissen, woran man ist – denn bei bestimmten Krebsarten verbessert ein früher Befund die Prognose entscheidend. Das Leben ist schon aufregend genug, da kann man den Zufall ruhig mal außen vor lassen!












