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Dieses Warnzeichen an Ihrer Haut kann auf Krebs hindeuten – viele übersehen es
Hautkrebs trifft immer nur die anderen? Schön wär’s! Doch gerade das Basalzellkarzinom macht keine Ausnahme – und wird oft viel zu spät erkannt. Es wächst gemächlich wie ein Kaktus im Wohnzimmer, ist aber dennoch alles andere als harmlos. Wann also wird aus einem Fleck auf der Haut ein Fall für den Dermatologen? Und wie können wir uns schützen, ohne bis zum Wintereinbruch im Schrank zu bleiben? Die wichtigsten Antworten – und ein paar Tipps, wie Sie Sonne UND Haut behalten.
Basalzellkarzinom: Der häufigste Hautkrebs (und der „freundlichste“)
Verglichen mit anderen Krebsarten ist das Basalzellkarzinom der Haut fast so gelassen wie ein Faultier, das zu viel Kaffee getrunken hat: Es entwickelt sich extrem langsam. Was zunächst klingt wie eine gute Nachricht, trügt: Fast 70.000 Menschen in Frankreich bekommen jedes Jahr laut der Société Française de Dermatologie (SFD) diese Diagnose. Immerhin gilt: Es handelt sich um die am besten behandelbare Hautkrebsform.
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Die Familie der Hautkarzinome teilt sich grob in zwei Typen:
- Plattenepithelkarzinome (epidermoide Karzinome)
- Basalzellkarzinome
Basalzellkarzinome sind dabei die Stars der Statistik: Sie werden am häufigsten festgestellt und sitzen nicht selten dort, wo die Sonne am liebsten küsst…
Die Hauptursache spielt am Himmel: Sonne satt, Schutz zu knapp
Es gibt leider einen Hauptschuldigen: Unsere liebe Sonne. Die ultravioletten Strahlen lassen Hautzellen kapitulieren, wenn der Eigenschutz schwach oder die Sonnencreme mangelhaft ist – oder gleich ganz fehlt. Besonders betroffen:
- Menschen mit heller Haut
- Helle oder blaue Augen
- Blonde, braune oder rote Haare
- Viel UV-Exposition im Lauf des Lebens, besonders ohne ausreichend Sonnenschutz
„Dieser Hautkrebs betrifft vor allem Menschen, die wenig Eigenabwehr gegen UV-Strahlung haben“, erklärt Professorin Gaëlle Quéreux, Dermatologin und SFD-Mitglied.
Risiken erkennen & clever vorbeugen
Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Disziplin verlieren weder Haut noch Sommerfreude. Wichtige Empfehlungen, um Ihr Risiko zu reduzieren:
- Sonnenschutz an erste Stelle setzen: Hochwertige Sonnencremes (Lichtschutzfaktor 30, 40 oder gar 50+) sind keine Option, sondern für alle Sonnenanbeterinnen und -anbeter Pflicht. Keine Sorge: Auch die starken sind komfortabel und unauffällig.
- Schatten suchen: Beim Drink auf der Terrasse oder Essen im Freien einfach mal in den Schatten setzen.
- Mittagssonne meiden: Sport zwischen 12 und 16 Uhr? Lieber nicht – die UV-Strahlung ist dann rekordverdächtig hoch.
- Zubehör nutzen: Sonnenbrille, Kappe (gern mit Schirm!), Hut und lange Kleidung vermindern die Strahlenbelastung.
Laut Prof. Quéreux bedeutet „mit der Sonne logisch leben“ übrigens keineswegs den Verzicht aufs Freie: Mit vernünftigen Strategien bleibt Ihre Haut trotzdem tipptopp.
Warnsignale – und wie geht es weiter?
Wer jetzt denkt: „Mein Hautkrebs würde sicher schmerzen oder jucken“, liegt knapp daneben. Basalzellkarzinome sind listig: Häufig bemerkt man keine Beschwerden, keine Schmerzen, kein Kribbeln. Vielmehr können die Veränderungen unterschiedlich aussehen. Und viele übersehen die subtilen Warnzeichen!
Welche Körperregionen sind betroffen? Rund 80% der knotigen (nodulären) Basalzellkarzinome entstehen dort, wo die Sonne am meisten verwöhnt: Gesicht, Hals, Dekolleté. Flache, oberflächliche Formen siedeln sich gern an Rumpf und Gliedmaßen an.
Ein wichtiger Expertinnenrat: Jede Hautveränderung, die länger als einen Monat besteht, gehört dem Hausarzt gezeigt! Nur so lässt sich ein Karzinom rasch erkennen und bei Bedarf an einen Dermatologen überweisen.
Die Diagnose erfolgt durch Ansicht der Hautveränderung. Bei unklaren Fällen kommt eine Dermatoskopie zum Einsatz – ein spezielles Vergrößerungsgerät für die Haut. Oder es wird per kleiner örtlicher Betäubung und Biopsie ein Hautstück entnommen.
Wird ein Basalzellkarzinom bestätigt, muss schnell behandelt werden: Denn es wächst zwar selten in die Tiefe oder streut in andere Organe, aber in der Breite. Ein später Eingriff macht die Entfernung deutlich komplizierter.
Die Therapie? Ein klarer Schnitt, bitte!
Die Behandlung läuft fast immer als kleine chirurgische Entfernung (Exzision) unter örtlicher Betäubung ab. Dabei wird sehr genau gearbeitet: Nicht nur der sichtbare Tumor, sondern auch ein Sicherheitsrand aus gesundem Gewebe rundherum werden entfernt. Dadurch sinkt das Risiko, dass übrig gebliebene „Schurkenteile“ ein Comeback feiern.
Die Nachsorge umfasst vor allem die Reinigung der Wunde mit Antiseptikum und das eventuelle Entfernen der Fäden durch Fachpersonal.
Ganz ausgetrickst ist das Karzinom jedoch nicht: Selbst nach erfolgreicher OP bleibt ein Risiko für Rückfälle. Wer einmal betroffen war, kann leichter wieder ein Basalzellkarzinom entwickeln. Die Lösung? Regelmäßige Hautkontrollen und die Wachsamkeit eines Detektivs! Hausarzt oder Dermatologe helfen dabei, auch künftig Warnzeichen nicht zu verpassen.
Fazit: Die Haut vergisst nicht – und schaut (mithilfe von Ihnen!) ganz genau hin
Tatsache ist: Basalzellkarzinome entwickeln sich langsam und stiften selten akute Beschwerden. Genau das macht sie „unsichtbar“ und führt dazu, dass viele Betroffene zu spät reagieren. Deshalb: Beobachten Sie Ihre Haut regelmäßig, lassen Sie ungewöhnliche Flecken frühzeitig abklären und werden Sie zum Profi Ihrer eigenen Gesundheit. Ein Schattenplatz, Sonnencreme und Hut kosten wenig – und bringen ein Maximum für die Haut.












