Handy ins Klo gefallen: Hämorrhoiden-Alarm beim Toilettengang

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Viele greifen auf dem WC automatisch zum Smartphone, um Zeit totzuschlagen. Was harmlos wirkt, kann jedoch unangenehme Folgen haben. Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass langes Sitzen mit dem Handy das Risiko für vergrößerte Hämorrhoiden erhöhen könnte.

Wie oft scrollen wir wirklich auf dem WC?

Untersuchungen unter Patientinnen und Patienten, die sich einer Darmspiegelung unterzogen, zeigen ein deutliches Bild.

  • Ungefähr zwei Drittel der Befragten nutzten das Handy während des Stuhlgangs.
  • Rund 40 Prozent der Handy-Nutzer blieben länger als fünf Minuten auf der Toilette.
  • Bei Personen ohne Handygebrauch lag der Anteil langer Sitzungen bei nur etwa 7 Prozent.

Studienergebnis: Mehr Hämorrhoiden bei WC-Surfern

Forschende beobachteten während der Koloskopien auch den Zustand der Hämorrhoiden. Das Ergebnis ist auffällig.

  • In der untersuchten Gruppe waren etwa 43 Prozent bereits von vergrößerten Hämorrhoiden betroffen.
  • Wer das Smartphone auf dem WC nutzte, zeigte ein um etwa 46 Prozent höheres Risiko.
  • Die Beobachtungen stammen aus klinischen Untersuchungen, darunter Daten von Teams an namhaften Instituten.

Wie lange Sitzphasen und Pressen Hämorrhoiden fördern

Der Zusammenhang ist wissenschaftlich plausibel, auch wenn die Richtung nicht abschließend geklärt ist.

Physiologische Gründe

  • Langes Sitzen erhöht den Druck auf das Becken- und Analgefäßnetz.
  • Starkes Pressen bei Verstopfung belastet die Gefäßpolster zusätzlich.
  • Beides kann zu Schwellungen, Blutungen und Juckreiz führen.

Es ist möglich, dass Verstopfung sowohl zu längeren Toilettenaufenthalten als auch zur Handy-Nutzung führt. Somit könnte die Smartphone-Gewohnheit eher ein Symptom als alleinige Ursache sein.

Präventive Maßnahmen gegen Hämorrhoiden und Verstopfung

Einige einfache Änderungen im Alltag wirken vorbeugend und lindern Beschwerden.

  • Begrenzen Sie die Zeit auf der Toilette und vermeiden Sie Ablenkung durch das Handy.
  • Trinken Sie ausreichend: mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag.
  • Erhöhen Sie die Aufnahme von Ballaststoffen durch Vollkorn, Obst und Gemüse.
  • Regelmäßige Bewegung fördert die Darmtätigkeit.
  • Vermeiden Sie starkes Pressen; folgen Sie einer festen Toilettenroutine.
  • Eine erhöhte Fußhaltung (kleiner Hocker) kann die natürliche Position verbessern.

Wann ärztlicher Rat nötig ist

Bei anhaltenden Beschwerden ist eine medizinische Abklärung wichtig.

  • Suchen Sie einen Arzt, wenn Blut im Stuhl oder starke Schmerzen auftreten.
  • Professionelle Hilfe klärt ernste Ursachen und Therapieoptionen.
  • Ärztinnen und Ärzte können auch passende Hausmittel und Behandlungswege empfehlen.

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