PKA im Handverkauf: wir haben mehr Beratungskompetenzen als gedacht

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Veronique Wierczimok arbeitet seit fast einem Jahrzehnt als PKA in der Finken-Apotheke am Marienhospital in Marl. Ihr Werdegang führte sie ursprünglich über die Drogerie in die Apotheke. Heute übernimmt sie ein breites Spektrum an Aufgaben, bildet Nachwuchs aus und geht bald in eine neue Filiale — immer mit dem Ziel, ihren Beruf sichtbarer und vielseitiger zu machen.

Wie aus der Drogistin eine PKA wurde

Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Drogistin. Doch dieser Beruf fühlte sich nicht vollständig richtig an. Später fand sie im Apothekenalltag ihre berufliche Heimat. Die Umstellung gab ihr mehr Identifikation und neue Perspektiven.

Breites Aufgabenspektrum: Büro, Verkauf und Kommunikation

Veronique beschreibt ihren Arbeitstag als abwechslungsreich. Neben klassischen Verwaltungsaufgaben ist sie aktiv im Verkauf und in der Außendarstellung der Apotheken.

  • Telefonische und persönliche Kundenbetreuung
  • Bestellwesen und Direktbestellungen
  • Organisation und Dekoration der Filiale
  • Pflege des Social-Media-Auftritts
  • Planung von Marketingaktionen in der Apotheken-Gruppe
  • Ausbildung neuer PKA-Kolleginnen (Ausbilderschein)
  • Saisonale Aufgaben wie Abwicklung von Grippeimpfstoff-Bestellungen

Diese Mischung aus kaufmännischen und kommunikativen Tätigkeiten macht ihren Alltag vielfältig.

Beratungskompetenz im Handverkauf stärker nutzen

Ein zentrales Thema für sie ist die Beratung vor Ort. Viele Kundenfragen drehen sich um Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel. Hier sehen PKAs großes Potenzial.

Die Ausbildung ist ausdrücklich darauf ausgerichtet, apothekenübliche Waren zu verkaufen. PKAs lernen Verkaufsgespräche und Produktberatung. Trotzdem bleibt Beratung oft auf Telefonate beschränkt.

Warum Handverkauf Hemmungen auslöst

  • Manche PKAs sind jahrelang nur für telefonische Beratung eingeplant.
  • Der direkte Verkauf vor Kunden wirkt anfangs ungewohnt.
  • Fortbildungen für den gesamten Apothekenteam können hier Abhilfe schaffen.

„Wir sind Allround-Talente“, sagt Veronique und betont, dass PKAs durch gezielte Schulungen deutlich mehr übernehmen könnten.

Teamarbeit, Vertrauen und Außenwirkung

Im internen Team erfährt sie hohe Wertschätzung. Kolleginnen, Apotheker und Vorgesetzte fragen aktiv nach ihrer Einschätzung zu Absatz und Beschaffung.

  • PKAs tragen das kaufmännische Backoffice.
  • Das pharmazeutische Personal übernimmt die fachliche Beratung.
  • Gemeinsam läuft der Apothekenbetrieb effizient.

Ohne die kaufmännische Arbeit der PKAs würde vieles nicht funktionieren, so Veronique. Nach außen fehlt dem Beruf aber oft die Anerkennung. Viele verbinden die Tätigkeit noch mit simplen Verräumaufgaben.

Wechsel in eine andere Filiale und neue Herausforderungen

Ab Mitte November steht für sie ein Ortswechsel an: Eine neue Filiale braucht Unterstützung, deshalb wird Veronique dorthin wechseln. Zugleich bildet sie gerade eine neue PKA-Kollegin aus, die in der bisherigen Filiale bleibt.

Der neue Einsatz umfasst Kontakt zu anderen Praxen, Stammkunden und die Betreuung eines Hospiz- und Pflegedienstbereichs. Veronique freut sich auf diese Aufgaben und auf das, was sie dort lernen wird.

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