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- Studie: Wie häufig trockene Augen in und nach der Menopause auftreten
- Warum die hormonelle Umstellung die Augengesundheit beeinflusst
- Typische Beschwerden und mögliche Komplikationen
- Was Fachleute raten: Frühe Diagnose und individuell angepasste Therapie
- Praktische Maßnahmen, die sofort Erleichterung bringen
Viele Frauen verbinden die Wechseljahre vor allem mit Hitzewallungen und Schlafstörungen. Kaum jemand rechnet jedoch damit, dass gerade die Augen deutlich leiden können. Eine neue Untersuchung legt nun nahe, dass trockene Augen in der Lebensmitte viel verbreiteter sind als gedacht.
Studie: Wie häufig trockene Augen in und nach der Menopause auftreten
Forscher befragten mehr als 3.500 Frauen mittleren Alters zu ihren Beschwerden. Die Daten zeigen: Beschwerden der Augen sind kein Randproblem.
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- In der Perimenopause berichtete rund die Hälfte der Teilnehmerinnen über Symptome trockener Augen.
- Bei Frauen nach der Menopause stieg die Rate auf knapp 58 Prozent.
- Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der North American Menopause Society im Oktober 2025 in Orlando vorgestellt.
Diese Zahlen deuten auf einen klaren Zusammenhang zwischen dem Ende der Menstruation und Problemen mit der Tränenproduktion hin.
Warum die hormonelle Umstellung die Augengesundheit beeinflusst
Mit dem Rückgang der Sexualhormone verändert sich der Körper in vielen Bereichen. Auch die Augenoberfläche reagiert empfindlich auf hormonelle Schwankungen.
Hormone regulieren die Zusammensetzung und Menge der Tränenflüssigkeit. Sinkt ihr Einfluss, verdunstet der Tränenfilm schneller. Das führt oft zu anhaltender Trockenheit.
Weitere Risikofaktoren
- Höheres Alter
- Allergien und Autoimmunerkrankungen
- Bestimmte Medikamente, etwa Blutdrucksenker
- Umweltfaktoren wie trockene Luft oder Rauch
Typische Beschwerden und mögliche Komplikationen
Betroffene beschreiben oft ein Fremdkörpergefühl, Brennen oder verstärkten Tränenfluss als Reaktion auf Reizung. Die Augen können gerötet sein und sich schnell entzünden.
Wenn Trockenheit lange besteht, steigt das Risiko für Infektionen. In schweren Fällen sind sogar Schädigungen der Hornhaut möglich.
Was Fachleute raten: Frühe Diagnose und individuell angepasste Therapie
Ärztinnen und Ärzte betonen, wie wichtig das frühzeitige Erkennen trockener Augen ist. Eine gezielte Therapie verbessert Komfort und Sehqualität.
Eine individuelle Behandlung kann von einfachen Tränenersatzmitteln bis zu verschreibungspflichtigen entzündungshemmenden Tropfen reichen.
Experten empfehlen eine Zusammenarbeit von Gynäkologie und Augenheilkunde, um hormonelle Ursachen und Augengesundheit gemeinsam zu bewerten.
Praktische Maßnahmen, die sofort Erleichterung bringen
Es gibt einfache Schritte, die Sie im Alltag umsetzen können, um die Beschwerden zu lindern.
- Nutzen Sie in trockenen Räumen einen Luftbefeuchter.
- Gehen Sie regelmäßig an die frische Luft und lüften Sie Räume häufig.
- Vermeiden Sie Raucherzimmer und starke Zugluft durch Klimaanlagen.
- Blinzeln Sie bewusst häufig, besonders bei Bildschirmarbeit.
- Machen Sie regelmäßige Pausen vom Computer und blicken Sie in die Ferne.
- Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, sofern medizinisch unbedenklich.
Medikamente und Hilfsmittel
- Freiverkäufliche Präparate mit „künstlichen Tränen“ spenden oft schnelle Linderung.
- Bei stärkerer Entzündung sind ärztlich verordnete Augentropfen sinnvoll.
- Eine fachärztliche Untersuchung klärt, ob weitere Therapien nötig sind.












