Mückenjäger gesucht: Jetzt für Forschungsprojekt anmelden

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Immer mehr tropische Mückenarten erreichen Deutschland. Forscherinnen und Forscher rufen nun die Bevölkerung dazu auf, das Vorkommen mit Fotos zu dokumentieren. Schon ein einziges Bild kann helfen, die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke und anderer Arten zu kartieren.

Warum wärmere Sommer Mückenarten nach Norden treiben

Die Verbreitung neuer Mückenarten hängt stark vom Klima ab. In den letzten Jahren stiegen die Durchschnittstemperaturen in Europa.

Das eröffnet tropischen Arten Lebensraum, die früher nur in südlicheren Regionen vorkamen. Solche Arten bringen nicht nur lästiges Jucken mit.

  • Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) kann Dengue-, Zika- und Chikungunya-Viren übertragen.
  • Aedes japonicus (Asiatische Buschmücke) steht im Verdacht, das West-Nil-Virus und andere Erreger zu verbreiten.

Menschen könnten so Krankheiten erleben, die bislang vor allem als Reisekrankheiten galten. Die frühzeitige Erkennung der Ausbreitung ist daher wichtig.

Wie Wissenschaft und KI Bürgerbeobachtungen auswerten

Projekte verknüpfen Freiwilligen-Daten mit künstlicher Intelligenz. Ein Beispiel ist das Forschungsnetzwerk hinter ZEMEKI.

Die Plattform nutzt maschinelles Lernen, um Arten automatisch zu bestimmen. Anschließend prüfen Fachleute die Treffer.

Der Ansatz kombiniert Geschwindigkeit mit Kontrolle: KI filtert Masse, Expertinnen und Experten verifizieren Qualität.

Praktische Anleitung: So liefern Sie verwertbare Beobachtungen

Welche Fotos sind nützlich?

  • Machen Sie Nahaufnahmen der Flügel, des Kopfes und des Körpers.
  • Fotografieren Sie die Mücke in ruhender Position.
  • Mehrere Winkel erhöhen die Bestimmungsgenauigkeit.

Schritt-für-Schritt hochladen

  1. Foto aufnehmen
  2. Auf de.observation.org/species/ZEMEKI/ hochladen
  3. Angaben zu Fundort und Datum ergänzen
  4. Ergebnis von KI prüfen lassen und auf Experten-Feedback warten

Bei der Abgabe helfen genaue Ortsangaben den Forschenden, Ausbreitungsmuster präzise zu modellieren.

Welche Rolle spielen RKI und das Climatick-Projekt?

Das Robert-Koch-Institut analysiert die gesammelten Daten systematisch. Gleichzeitig untersucht das Climatick-Projekt Zecken auf Krankheitserreger.

Für Zecken reicht ein Foto allein nicht. Zur Labordiagnostik müssen Exemplare eingeschickt werden.

  • Informationen zur Zeckeneinsendung: rki.de — Climatick
  • Mückenmeldungen fließen in kombinierte Auswertungen ein, die Krankheitsszenarien simulieren.

Ihre Meldungen können helfen, lokale Gesundheitsrisiken früh zu erkennen und Behörden bei der Planung von Gegenmaßnahmen zu unterstützen.

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