Stada: neuer Deutschlandchef sorgt für Wirbel

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Stada hat in Deutschland die Führung neu besetzt: Tomas Mihal übernimmt die Leitung des Landesgeschäfts und kehrt damit zu dem Generikahersteller zurück. Die Personalie signalisiert den Wunsch des Unternehmens, die Position in den Kernmärkten zu stärken und Wachstum in mehreren Sparten voranzutreiben.

Wer ist Tomas Mihal und welche Erfahrung bringt er mit?

Tomas Mihal ist 45 Jahre alt und studierter Umweltingenieur. Er kehrt zu Stada zurück, nachdem er bereits früher für den Konzern gearbeitet hatte. Seit November sitzt er zudem im globalen Führungsgremium und verantwortet das Deutschlandgeschäft.

Stationen seiner Laufbahn

  • Leitung des Stada-Geschäfts in Prag, verantwortlich für Tschechien.
  • Vice President und Regional Business Head bei Glenmark für den Asien-Pazifik-Raum.
  • Funktionen bei großen Pharmaunternehmen wie Sanofi und Sandoz.

Strategische Prioritäten für den deutschen Markt

Mihal will die Marktposition der drei Geschäftsbereiche von Stada ausbauen. Er nennt Deutschland als einen wichtigen Wachstumsmarkt mit hohem Potenzial.

  • Stärkung von Spezialmedikamenten.
  • Stabile Entwicklung bei rezeptfreien Arzneimitteln.
  • Optimierung des Generika-Portfolios.

Sein Ziel ist es, Wachstum nachhaltig und langfristig umzusetzen. Er betont die Bedeutung eines leistungsfähigen Teams.

Stimmen aus der Unternehmensführung

CEO Peter Goldschmidt lobt Mihals internationale Erfahrung. Er sieht in ihm eine Führungskraft, die klare operative Stärke und strategisches Gespür verbindet.

Unter anderem wird Mihal zugeschrieben, eine wichtige Rolle bei der Übernahme des Nahrungsergänzungsmittelherstellers Walmark gespielt zu haben.

Aktuelle Geschäftszahlen: Wachstum trotz Herausforderungen

Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete Stada währungsbereinigt ein Umsatzwachstum. Zugleich stiegen die bereinigten Erträge.

  • Umsatz: +6 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro (währungsbereinigt).
  • Ebitda bereinigt: +5 Prozent auf 481 Millionen Euro.
  • Spezialmedikamente trugen stärker zum Wachstum bei.

Demgegenüber waren rezeptfreie Arzneimittel durch eine schwache Erkältungssaison belastet. Auch im Generika-Segment blieb das Wachstum begrenzt.

Wachstum durch Zukäufe und die finanzielle Lage

Stada ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, auch durch mehrere Übernahmen. Diese Strategie hat das Portfolio erweitert. Sie brachte dem Unternehmen aber auch eine höhere Verschuldung.

  • Aufgebaut wurden Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe.
  • Die Übernahmen sollen mittelfristig Erlöse und Marktanteile erhöhen.
  • Priorität hat nun die attraktive Aufstellung für Investoren.

Die Schuldenlast beträgt laut Unternehmensangaben rund 5,7 Milliarden Euro.

Maßnahmen zur Portfolio- und Eigentümerstruktur

Als Reaktion auf strategische Ziele hat Stada sein Russlandgeschäft abgespalten. Dieser Schritt diente dazu, das Portfolio attraktiver für einen Verkauf zu machen.

Mehrheitsgesellschafter ist die Londoner Investmentgesellschaft CapVest Partners. Die früheren Anteilseigner Bain Capital und Cinven verbleiben als Minderheitsaktionäre.

Führungswechsel in Deutschland und Europa

Vor Mihal leitete Dr. Stephan Eder das Deutschlandgeschäft. Eder bleibt in einer übergeordneten Rolle und trägt die Verantwortung für weite Teile des Europa-Geschäfts.

Der Wechsel spiegelt die interne Neuordnung wider, die Stada im Rahmen der Wachstums- und Finanzstrategie umsetzt.

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