Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
- DHRPS: Was die neue Kennzahl aussagt
- Riesige Datenbasis: Wie die Erkenntnisse zustande kamen
- Hohe DHRPS-Werte und das Krankheitsrisiko
- Warum DHRPS praktisch für die Früherkennung sein kann
- DHRPS selber berechnen: Anleitung
- Orientierungswerte und Einordnungen
- Wenn das Ergebnis nicht optimal ist: Praktische Schritte
Smartwatches und Fitnessringe sind längst mehr als Lifestyle-Accessoires. Sie sammeln täglich Gesundheitsdaten und eröffnen neue Blickwinkel auf das Herz-Kreislauf-System. Eine Kennzahl rückt aktuell in den Fokus: die tägliche Herzfrequenz pro Schritt, kurz DHRPS.
DHRPS: Was die neue Kennzahl aussagt
Die Abkürzung DHRPS beschreibt das Verhältnis zwischen der durchschnittlichen Herzfrequenz und der täglichen Schrittzahl. Es verbindet zwei Standardwerte moderner Wearables: Puls und Aktivität. So entsteht ein einzelner Indikator, der Reaktion des Herzens auf Bewegung abbildet.
Rezepturen in Gefahr: BMG blockiert AMPreisV
Grippeimpfstoffe 2026/27 bleiben trivalent: was das jetzt bedeutet
- Herzfrequenz = Reaktion des Kreislaufs.
- Schritte = Maß für tägliche Bewegung.
- DHRPS = Herzreaktion geteilt durch Aktivität.
Je niedriger der DHRPS-Wert, desto günstiger die Interpretation für Herzgesundheit und Stoffwechsel.
Riesige Datenbasis: Wie die Erkenntnisse zustande kamen
Die Analyse beruhte auf Fitbit-Daten von fast 7.000 Personen aus dem Zeitraum 2017–2022. Forschende werteten insgesamt mehrere Millionen Tage und Milliarden Schritte aus. Ziel war, Muster zwischen DHRPS-Werten und späteren Erkrankungen zu erkennen.
- Untersuchte Personen: rund 7.000.
- Zeitraum: fünf Jahre.
- Gesammelte Daten: Millionen von Tageinträgen und Milliarden Schritte.
Hohe DHRPS-Werte und das Krankheitsrisiko
Die Auswertung zeigte klare Zusammenhänge. Ein hoher DHRPS-Wert trat häufiger bei Menschen auf, die später an Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes erkrankten. Die Beziehungen waren statistisch deutlich.
- Höheres Risiko für Bluthochdruck: etwa +63 %.
- Höheres Risiko für Typ-2-Diabetes: etwa +103 %.
Wichtig: Ein hoher DHRPS weist auf ein erhöhtes Risiko hin. Er sagt jedoch nicht direkt eine Erkrankung für jede einzelne Person voraus.
Warum DHRPS praktisch für die Früherkennung sein kann
DHRPS hat praktische Vorteile gegenüber isolierten Messgrößen. Die Erfassung ist unkompliziert. Fast alle Fitnesstracker liefern Puls und Schrittzahl automatisch.
- Einfach zu berechnen.
- Keine teuren Belastungstests nötig.
- Nutzer können den Wert selbst überwachen.
Bei auffälligen Veränderungen empfiehlt sich frühzeitiger Arztkontakt. So kann die Kennzahl als Hinweis dienen, nicht als Diagnose.
DHRPS selber berechnen: Anleitung
Für eine verlässliche Zahl sollten Sie Herzfrequenz und Schritte über mindestens 14 Tage mitteln. Achten Sie darauf, dass die Aufzeichnung auch nachts erfolgt.
- Erfassen Sie Ihre tägliche Herzfrequenz über mindestens 14 Tage.
- Ermitteln Sie die durchschnittliche Herzfrequenz (Schläge/Minute).
- Ermitteln Sie die durchschnittliche tägliche Schrittzahl im gleichen Zeitraum.
- Teilen Sie die durchschnittliche Herzfrequenz durch die durchschnittlichen Schritte.
Formel: Herzfrequenz (Durchschnitt, bpm) ÷ Schritte pro Tag (Durchschnitt) = DHRPS.
Beispiel: 80 bpm ÷ 10.000 Schritte = 0,008 → niedrigerer Wert gilt als günstiger.
Praktische Hinweise zur Messung
- Mindestens 14 Tage aufnehmen.
- Auch Schlafdaten mit einbeziehen.
- Sport- und Ruhetage ausgleichen, um Verzerrung zu vermeiden.
Orientierungswerte und Einordnungen
Die Studie schlug Schwellenwerte vor, nach denen DHRPS kategorisiert werden kann. Diese Orientierung hilft bei der Einordnung, ersetzt aber keine ärztliche Beurteilung.
- Niedrig: Werte im unteren Bereich gelten als günstig.
- Mittlerer Bereich: moderates Risiko.
- Hoch: erhöhte Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen.
Wenn das Ergebnis nicht optimal ist: Praktische Schritte
Verbesserung beginnt oft mit mehr Bewegung. Die WHO empfiehlt 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche. Bereits zwei Wochen gesteigerter Alltagsaktivität spiegeln sich im DHRPS.
- Mehr Schritte pro Tag integrieren.
- Bewegung über die Woche verteilen.
- Bei sehr hohen Werten ärztlichen Rat einholen.












