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Der salzig-süße Duft von Lakritz reizt viele Naschkatzen. Doch hinter dem typischen Geschmack verbirgt sich mehr als nur Genuss: Bestimmte Inhaltsstoffe können bei regelmäßigem Verzehr gesundheitliche Probleme auslösen. Dieser Text erklärt, welche Substanzen verantwortlich sind, ab welchen Mengen Vorsicht geboten ist und wer besonders achtsam sein sollte.
Welche Inhaltsstoffe prägen den Geschmack und die Wirkung von Lakritz?
Der typische Lakritzgeschmack stammt von der Süßholzpflanze. Ihr Extrakt enthält den Wirkstoff Glycyrrhizin. Dieser Stoff ist sehr süß und beeinflusst den Körper.
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Zusätzlich findet sich in vielen Produkten Zucker oder andere Süßstoffe. Salziges Lakritz enthält oft Ammoniumchlorid (Salmiak), das den Geschmack verstärkt, aber auch Nebenwirkungen haben kann.
Wirkung von Glycyrrhizin kurz erklärt
- Glycyrrhizin ist bis zu 50-mal süßer als Haushaltszucker.
- Es kann den Mineralhaushalt stören: Natrium steigt, Kalium fällt.
- Folgen sind etwa erhöhter Blutdruck und Wasseransammlungen im Gewebe.
Gefahren durch Salmiak
- Salmiak kann den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen.
- Mögliche Beschwerden reichen von Übelkeit bis zu Störungen des Nervensystems.
- Bei sehr salzigem Lakritz ist oft ein Warnhinweis vorgeschrieben.
Wie viel Lakritz ist noch unbedenklich?
Ob Lakritz harmlos ist, hängt stark von der Menge des aufgenommenen Glycyrrhizins ab. Der Gehalt unterscheidet sich je nach Produkt.
Für gesunde Erwachsene gelten Werte bis etwa 100 Milligramm Glycyrrhizin pro Tag als unproblematisch. Das entspricht in etwa einer halben handelsüblichen Kinderpackung.
Liegt die tägliche Aufnahme dauerhaft über 200 Milligramm, steigt das Risiko für gesundheitliche Beschwerden deutlich.
Warum die genaue Einschätzung schwierig ist
- Der Glycyrrhizin-Anteil variiert stark zwischen Marken.
- Produkte mit mehr als 0,2 g Glycyrrhizin pro 100 g gelten als Starklakritz und müssen entsprechend gekennzeichnet sein.
- Etiketten geben nicht immer klar den Glycyrrhizin‑Ge halt an.
Praktische Tipps zum sicheren Genuss
- Lesen Sie die Zutatenliste vor dem Kauf.
- Vermeiden Sie häufigen und großen Konsum von Starklakritz.
- Beachten Sie Warnhinweise wie „Nur für Erwachsene“.
Wer sollte Lakritz meiden oder vorsichtig sein?
Für viele Menschen ist gelegentliches Naschen unproblematisch. Es gibt jedoch Personengruppen, bei denen Lakritz riskanter sein kann.
- Menschen mit Bluthochdruck sollten Lakritz reduzieren.
- Bei Herz- oder Nierenerkrankungen steigt das Risiko für Komplikationen.
- Ältere Menschen sind empfindlicher gegenüber Veränderungen im Mineralhaushalt.
- Schwangere sollten Rücksprache mit ihrer Hebamme oder Ärztin halten.
- Wer Diuretika oder bestimmte Herzmedikamente einnimmt, sollte den Konsum mit dem Arzt besprechen.
Mögliche Symptome einer Überdosierung
- Starker Blutdruckanstieg
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Muskelschwäche und Krämpfe
- Herzrhythmusstörungen
- Übelkeit und Erbrechen bei salzigem Lakritz
So reduzieren Sie das Risiko beim Naschen
Wer Lakritz nicht komplett verzichten will, kann das Risiko klar mindern. Kleine Änderungen helfen im Alltag.
- Gönnen Sie sich Lakritz nur gelegentlich.
- Bevorzugen Sie Produkte mit geringem Glycyrrhizin‑Anteil.
- Wechseln Sie zwischendurch zu anderen Süßigkeiten ohne Süßholzextrakt.
- Bei Unsicherheit: Ärztliche Beratung einholen.












