Angelika Mann gestorben: Fans trauern um Sängerin

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Die Stimme vieler Ost-Kinder ist nun still: Angelika Mann, bekannt aus dem Kinderlieder-Klassiker „Traumzauberbaum“, ist verstorben. Ihre Karriere führte sie aus der Apotheke auf die Bühnen der DDR und später nach West-Berlin. Der Tod der Sängerin und Schauspielerin löst Erinnerungen an eine prägende Stimme und ein bewegtes Künstlerleben aus.

Vom Apothekenalltag zur musikalischen Leidenschaft

Bevor Musik ihr Beruf wurde, erlernte Mann den Beruf der Apothekenfachkraft. Sie arbeitete zunächst im Hedwig-Krankenhaus und später in der Apotheke „Berliner Bär“ am Strausberger Platz.

Parallel dazu begann sie 1969 eine Ausbildung in Klavier und Gesang an der Musikschule Berlin-Friedrichshain. In ihrer Freizeit spielte sie in Amateurbands und sammelte Bühnenerfahrung.

  • Ausbildung: Apothekenfachkraft
  • Musikstudium: Klavier und Gesang ab 1969
  • Erste Auftritte: Amateurbands und kleine Gigs

Prägende Stimme im Kinderprogramm und Popauftritte

Mit ihrem Timbre prägte sie zahlreiche Songs aus dem „Traumzauberbaum“ und machte Familienprogramme unvergesslich. Ihre Stimme wurde zu einem Teil der DDR-Kinderkultur.

Daneben arbeitete sie als Sängerin in verschiedenen Formationen und stand sowohl mit populären Jazz- und Popmusikern als auch in Bands auf der Bühne.

  • Studio- und Bühnenauftritte mit bekannten Künstlern
  • Frontfrau einer Band und Soloprojekte
  • Moderation von Musiksendungen im DDR-Fernsehen

Wichtige Stationen: Bands, Aufnahmen und Fernsehen

Ihre musikalische Laufbahn umfasste Engagements in Combos und Bigbands. In den 1970er-Jahren begann sie, eigene Titel aufzunehmen und veröffentlichte erste Alben.

Zusammenarbeit und Rollen

  • Mitwirkung in Combo- und Bigband-Formationen
  • Mitglied in einem Chor unter der Leitung von Reinhard Lakomy seit Anfang der 1970er
  • Aufnahmen und Veröffentlichungen ab Mitte der 1970er

Politische Schritte und Neuanfang in West-Berlin

In den 1980er-Jahren traf Angelika Mann Entscheidungen mit weitreichenden Folgen. Nachdem sie bereits politisch Stellung bezogen hatte, beantragte sie 1984 die Ausreise aus der DDR.

Ein Jahr später trat sie die Reise in den Westen an und fand rasch kulturelle Anschlussmöglichkeiten. In West-Berlin bekam sie Engagements am Theater des Westens.

Medienarbeit und Synchronisation

Neben Theaterauftritten sprach sie Dialoge für ausländische Fernsehserien ein und arbeitete im Bereich Synchronisation.

Persönliches, gesundheitliche Lage und Todesmeldung

Bekannt wurde im Juni 2022, dass sie an Brustkrebs erkrankt war. Die Krankheit prägte die letzten Jahre ihres Lebens.

Am Mittwoch verstarb Angelika Mann im Alter von 76 Jahren. Angehörige und Weggefährten erinnern an eine vielseitige Künstlerin mit einer sofort erkennbaren Stimme.

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