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- Warum immer mehr Menschen auf Pflanzenmilch setzen
- Welche Giftstoffe wurden gezielt untersucht?
- Mandeldrinks: Aflatoxin als Hauptbedenken
- Hafer- und Sojadrinks: Risiken vorhanden, aber meist gering
- Pflanzliche Abwehrstoffe: Ein Einzelfall bei Soja
- Konkrete Tipps für Eltern und Verbraucher
- Wie Behörden und Produzenten reagieren
Pflanzenbasierte Milchalternativen stehen in vielen Haushalten ganz oben auf der Einkaufsliste. Doch eine aktuelle Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung weckt Fragen: In etlichen Hafer-, Mandel- und Sojadrinks fanden sich Rückstände von Schimmelpilzgiften und vereinzelt auch pflanzliche Toxine.
Warum immer mehr Menschen auf Pflanzenmilch setzen
Im Supermarktregal gibt es heute unzählige Varianten: Haferdrink in Barista-Qualität, kalziumangereicherter Sojadrink oder ungesüßter Mandeldrink.
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Viele wählen Pflanzenmilch aus Klima- oder Tierwohlgründen. Andere suchen sie wegen Laktoseintoleranz oder Allergien.
Wichtig für die Suchmaschinenoptimierung: Begriffe wie Pflanzenmilch, Haferdrink, Mandeldrink und Sojadrink spielen in der Kaufentscheidung eine zentrale Rolle.
Welche Giftstoffe wurden gezielt untersucht?
Das BfR hat 162 handelsübliche Produkte analysiert. Getestet wurden vor allem Mykotoxine, also Schimmelpilzgifte.
Zusätzlich prüften die Forschenden auch Pflanzenstoffe, die Pflanzen selbst zum Schutz bilden.
- Aflatoxin B1
- Ochratoxin A
- Deoxynivalenol (DON)
- T-2- und HT-2-Toxin
- Tropanalkaloide und Chinolizidinalkaloide
Diese Substanzen können während Anbau, Lagerung oder Verarbeitung in Rohstoffe gelangen. Vollständig vermeiden lassen sie sich kaum.
Mandeldrinks: Aflatoxin als Hauptbedenken
Bei Mandeldrinks stachen die Ergebnisse besonders hervor. In einem großen Teil der Proben entdeckten die Labore Aflatoxin B1.
Dieses Mykotoxin kann Leber und Nieren schädigen und gilt als krebserregend.
Das BfR bewertet das Risiko für kleine Kinder als erhöht, wenn stark belastete Mandeldrinks regelmäßig konsumiert werden.
Empfehlung: Mandeldrinks sollten bei Kindern nicht zur einzigen Milchquelle werden.
Hafer- und Sojadrinks: Risiken vorhanden, aber meist gering
Bei Hafer- und Sojadrinks sind manche Werte messbar, oft jedoch auf niedrigem Niveau.
Deoxynivalenol und Haferprodukte
Deoxynivalenol, kurz DON, wurde in vielen Haferdrinks nachgewiesen. Langfristig kann dieses Toxin das Wachstum beeinträchtigen.
Das BfR sieht bei den gemessenen Konzentrationen jedoch eher ein geringes Risiko für Kinder.
T-2- und HT-2-Toxine
In mehreren Haferdrinks traten T-2- und HT-2-Toxine auf. Diese Substanzen können das blutbildende System angreifen.
Auch hier schätzt die Behörde die Gefahr durch alleinigen Haferdrink-Konsum als eher niedrig ein. Problempotenzial entsteht, wenn mehrere belastete Haferprodukte gleichzeitig verzehrt werden.
Ochratoxin A in Soja- und Mandeldrinks
Ochratoxin A wurde zwar häufig, aber meist in sehr geringen Mengen nachgewiesen.
Für Kleinkinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren gilt der Konsum unter den festgestellten Werten zumeist als wenig bedenklich.
Pflanzliche Abwehrstoffe: Ein Einzelfall bei Soja
Die Untersuchung setzte auch Pflanzenalkaloide auf die Probe. In nur einem Sojadrink fanden sich Mengen, die gesundheitlich relevant sein könnten.
Das zeigt: Solche Ausreißer sind möglich, aber selten.
Abwechslung und Marktwachsamkeit verringern das Risiko deutlich. Behördenkontrollen identifizieren auffällige Chargen.
Konkrete Tipps für Eltern und Verbraucher
- Wechseln Sie regelmäßig zwischen Hafer-, Mandel- und Sojadrinks.
- Machen Sie Mandeldrinks nicht zur Hauptmilchquelle für Kleinkinder.
- Achten Sie auf Herstellerangaben und Herkunft der Rohstoffe.
- Bevorzugen Sie gut geprüfte Marken und geprüfte Chargen.
- Halten Sie die Gesamtaufnahme ähnlicher Produkte niedrig, um additive Effekte zu vermeiden.
Wie Behörden und Produzenten reagieren
Amtliche Kontrollen greifen bei auffälligen Ergebnissen ein. Produzenten sind angehalten, Rohstoffe sorgfältig zu prüfen.
Langfristig könnten strengere Grenzwerte und verbesserte Lagerbedingungen die Belastung reduzieren.
Für Verbraucher bleibt die beste Vorsorge: Vielfalt und informiertes Einkaufen.












