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- Großspende stärkt humanitäre Soforthilfe
- Was aktuell in die betroffenen Regionen gelangt
- Menschliche Folgen: Überlastete Teams und Trauer
- Schnelle Diagnostik: Neuer PCR-Test aus Berlin
- Aktuelle Zahlen: Infektionen, Genesene und Sterberate
- Kontaktverfolgung und Ausbreitungsrisiken
- Gefährdung des Gesundheitspersonals und Versorgungslücken
Eine halbe Million Euro für die Notapotheke: Der BMW-Erbe Stefan Quandt hat action medeor mit einer Großspende unterstützt, die direkt in die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo fließt. Die Mittel sollen schnelle Hilfe, Schutzmaterial und Diagnostik vor Ort ermöglichen.
Großspende stärkt humanitäre Soforthilfe
Mit der Zuwendung von 500.000 Euro kann action medeor seine Lieferungen an medizinischer Schutzausrüstung und Hygieneausrüstung deutlich ausweiten. Die Organisation, oft als „Notapotheke der Welt“ bezeichnet, setzt die Mittel für akute Einsätze und weitere Projekte ein.
Eichenprozessionsspinner: schnelle Hilfe gegen Hautausschlag
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Angela Zeithammer, Vorständin von action medeor, betont, dass die Spende entscheidende Wirkung entfaltet hat. Auch frühere Zuwendungen des Unternehmens waren bereits in Epidemien wirksam.
Was aktuell in die betroffenen Regionen gelangt
Die Hilfsgüter werden zu einem großen Teil bereits verteilt. Vor Ort treffen vor allem folgende Materialien ein:
- Schutzanzüge, Masken und Einweghandschuhe
- Desinfektionsmittel und Sprühgeräte
- kontaktlose Fieberthermometer
- Handwasch-Stationen
Diese Ausstattung dient der Infektionsprävention in Kliniken und Gemeinden. Schutzmaterial reduziert das Risiko für Patienten und Helfer gleichermaßen.
Menschliche Folgen: Überlastete Teams und Trauer
Berichte aus dem Feld
Medizinische Koordinatoren vor Ort melden dramatische Zustände. Viele Haushalte haben mehrere Todesfälle zu beklagen. Die Aufarbeitung der Toten verzögert sich oft um Tage.
Dr. Joseph Kasanda, vor Ort für action medeor tätig, beschreibt die Lage als überlastet. Die Teams für sichere Beisetzungen sind ausgelastet. Dies verschärft die psychische Belastung der Gemeinden.
Die Epidemie wird nicht nur als medizinisches Problem wahrgenommen. Psychische und soziale Folgen sind deutlich spürbar.
Schnelle Diagnostik: Neuer PCR-Test aus Berlin
Die Berliner Tochterfirma TIB MOLBIOL, Teil von Roche, reagierte rasch und entwickelte einen PCR-Test für das aktuelle Ebola-Bundibugyo-Virus.
Laut Unternehmen konnte das Kit innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung der Genomsequenz erstellt werden. Ziel ist es, die Testkapazitäten näher an die betroffenen Regionen zu bringen.
- Zusammenarbeit mit regionalen Laboren und Gesundheitsbehörden
- Stärkung der Diagnostik gemäß WHO-Empfehlungen
- Schnellerer Zugang zu Tests zur Eindämmung
Aktuelle Zahlen: Infektionen, Genesene und Sterberate
Die Lage entwickelt sich kontinuierlich. Wichtige Kennzahlen zur Situation:
- Mehr als 1.000 bestätigte Infektionen beim derzeitigen Ausbruch
- Über 250 Tote in Verbindung mit dem Virus
- Rund 100 als genesen gemeldete Personen
- 365 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Isolierstationen
- Die Todesfallquote liegt bei etwa 25 Prozent
Auch im Nachbarland Uganda wurden Fälle registriert. Dort meldeten Behörden 19 Erkrankte und zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Kongo.
Kontaktverfolgung und Ausbreitungsrisiken
Ein zentrales Element der Eindämmung ist die Nachverfolgung von Kontakten. Aktuell werden etwa 58 Prozent der Kontakte ermittelt und überwacht.
Die WHO fordert jedoch, 90 Prozent der Kontaktpersonen zu identifizieren und zu beobachten, um die Ausbreitung zu stoppen. Die Africa CDC hat mehrfach ihre Besorgnis über Lücken in der Nachverfolgung geäußert.
Das Virus überträgt sich durch direkten Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Die Eindämmung ist zusätzlich erschwert, weil es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Therapie für das Bundibugyo-Virus gibt.
Gefährdung des Gesundheitspersonals und Versorgungslücken
Das medizinische Personal ist stark gefährdet. Bislang infizierten sich laut WHO 75 Pflegekräfte. 17 von ihnen starben.
Es ist nicht in allen Fällen gesichert, ob Ansteckungen am Arbeitsplatz oder privat erfolgten. Die WHO arbeitet intensiv daran, auch kleinere Kliniken mit Material und Schulungen zu versorgen.
- Nur 4 von 177 untersuchten Kliniken hatten zunächst ausreichende Schutzkapazitäten
- Viele Einrichtungen brauchen dringend Handschuhe und Schutzkleidung
- Schulungen sollen Ansteckungen bei Pflegeteams verhindern
Ein weiteres Problem ist, dass nur etwa 10 Prozent der Infizierten typische Ebola-Symptome wie Blutungen zeigen. Viele Betroffene vermuten zunächst Malaria und suchen keine spezialisierten Zentren auf.












