Apotheke geschlossen: Scheiben eingeschlagen, zwei Tage zu

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Ein Mann zerstörte mehrere Schaufensterscheiben einer Medios-Filiale am Oranienburger Tor in Berlin. Die Tat führte zu vorübergehender Schließung, großem Arbeitsaufwand und hohen Folgekosten.

Überwachung zeigt gezielten Einschlag

Auf Videoaufnahmen ist ein Mann zu sehen, der mit einem Hammer gezielt gegen die Scheiben schlägt. Eine Mitarbeiterin beschreibt, wie der Täter offenbar einen Nothammer nutzte und systematisch die Glasflächen traf.

  • Die Aufnahmen dokumentieren acht beschädigte Scheiben.
  • Es gab zwar Löcher und Risse, ein Durchbruch der Sicherheitsverglasung blieb aus.
  • Ein Einbruch ins Innere wurde somit verhindert.

Vorläufige Sicherung und erste Maßnahmen

Direkt nach der Tat kam ein Glaserteam und klebte die Einschlagsstellen provisorisch ab. Die Fassung der Belegschaft war angespannt, weil die Schäden tief in die Scheiben reichten.

Die Mitarbeiterin betont, dass die vorläufige Sicherung lediglich einen Übergang darstellte. Die Scheiben waren nicht sofort austauschbar.

Logistik beim Austausch: schwer und laut

Die beschädigten Glasflächen sind bis zu drei Meter hoch. Der Ausbau und Einbau der neuen Elemente erforderte umfangreiche Vorarbeiten.

  1. Regale nahe der Fenster mussten verschoben werden.
  2. Beleuchtung wurde demontiert und temporär verstellt.
  3. Vier Personen hielten einzelne Scheiben beim Einsetzen.

Die Arbeiten dauerten über zwei volle Tage. Bau- und Hebearbeiten machten Lärm und erforderten Präzision.

Finanzielle Belastung für die Apotheke

Die Neuanschaffung der Sicherheitsverglasung war teuer. Die Kosten für die Scheiben überstiegen 20.000 Euro.

Hinzu kommen Personalkosten, Material für den Rückbau und Ausfallstunden durch die Schließung. Die Filiale musste an zwei Tagen schließen.

  • Versicherung trägt laut Aussage der Mitarbeiterin nur die reinen Glas-Kosten.
  • Den Rest, etwa Umsatzausfall und Zusatzarbeiten, übernimmt die Apotheke selbst.

Auswirkungen auf Kunden und Filialbetrieb

Aus Sicherheitsgründen blieb die Apotheke an einem Donnerstag und Freitag geschlossen. Kundinnen und Kunden wurden zu benachbarten Filialen umgeleitet.

Die Belegschaft informierte Betroffene über Öffnungszeiten und Alternativen. Der Vorfall führte zu organisatorischem Mehraufwand.

Schadenbilanz und Nachwirkungen

Neben dem materiellen Schaden bleibt das Gefühl der Verletzlichkeit. Die Mitarbeitenden kritisieren den hohen Aufwand für eine Tat, die leicht vermeidbar schien.

Die Aufräumarbeiten zogen sich bis in den späten Abend. Betreiber und Team hoffen auf vorbeugende Maßnahmen gegen ähnliche Vorfälle.

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