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- Worum es bei der PKA-Validierung geht
- Wer kann einen Antrag stellen? Voraussetzungen im Überblick
- Wie die Prüfung abläuft: Tandem-Bewertung und Module
- Ergebnis: Bescheinigung statt formaler Abschluss
- Wann eine andere Lösung sinnvoller ist
- Abgrenzung: Validierung vs. Gleichwertigkeitsfeststellung
- Praktische Hinweise für Antragstellende
Die Apothekerkammer Berlin hat ein Verfahren beschlossen, das Menschen mit langjähriger Praxiserfahrung im PKA-Bereich neue Wege eröffnet. Ziel ist, beruflich erworbene Kompetenzen sichtbar zu machen und mit dem Berufsbild der Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin bzw. des Assistenten (PKA) abzugleichen. Das neue Regelwerk richtet sich an Menschen ohne formalen Abschluss, die ihre Kenntnisse formal bewerten lassen möchten.
Worum es bei der PKA-Validierung geht
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Mit der Regelung schafft die Kammer ein offizielles Instrument zur Anerkennung praktischer Erfahrung. Es handelt sich um ein Validierungsverfahren, das Kompetenzen prüft. Dieses Verfahren will praktische Fähigkeiten würdigen. Es ersetzt jedoch keinen staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss.
Wer kann einen Antrag stellen? Voraussetzungen im Überblick
- Alter: mindestens 25 Jahre
- Berufserfahrung: mindestens 4,5 Jahre im PKA-Bereich
- Keine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung
Das Verfahren erfolgt nur auf Antrag. Die Regelung ist seit dem 5. Juni rechtswirksam.

Wie die Prüfung abläuft: Tandem-Bewertung und Module
Die Einschätzung erfolgt vor einem Prüfungsteam aus zwei Prüferinnen und Prüfern. Sie beurteilen mündliche und praktische Aufgaben. Ziel ist zu klären, inwieweit berufliche Handlungskompetenzen den Kompetenzbereichen einer PKA-Ausbildung entsprechen.

Prüfinhalte und Methodik
- Mündliche Fachfragen zur Arzneimittel- und Apothekenarbeit
- Praktische Aufgaben aus dem Apothekenalltag
- Beurteilung anhand festgelegter Kompetenzfelder
Ergebnis: Bescheinigung statt formaler Abschluss
Bei positivem Verlauf stellt die Kammer eine Bescheinigung aus. Diese dokumentiert die nachgewiesenen Kompetenzen. Die Kammer betont jedoch: die Bescheinigung ersetzt keinen formalen Berufstitel.
Außerdem weist die Kammer auf eine Einschränkung hin: Eine vollständige Vergleichbarkeit mit dem PKA-Beruf ist nicht in allen Bereichen möglich. Spezifische Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung bleiben bestimmten Berufsgruppen vorbehalten. Deshalb ist nur eine überwiegende Vergleichbarkeit erreichbar.
Wann eine andere Lösung sinnvoller ist
Die Kammer rät, den Nutzen der Validierung im Einzelfall zu prüfen. Folgende Alternativen können passender sein:
- Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis
- Eine verkürzte formale PKA-Ausbildung
Welche Option am besten passt, entscheidet die individuelle Situation. Die Entscheidung hängt von Beschäftigungszielen und Nachweiserfordernissen ab.
Abgrenzung: Validierung vs. Gleichwertigkeitsfeststellung
Das Validierungsverfahren darf nicht mit der internationalen Anerkennung verwechselt werden. Bei der Gleichwertigkeitsfeststellung geht es um ausländische Abschlüsse und deren Vergleich mit einem deutschen Titel. Für PKA-Angelegenheiten dieser Art ist nicht die Apothekerkammer Berlin zuständig. Zuständig ist die Landesapothekerkammer Brandenburg.
Praktische Hinweise für Antragstellende
- Vorbereitung: relevante Tätigkeitsnachweise und Arbeitszeugnisse sammeln
- Antrag stellen: formale Unterlagen bei der Kammer einreichen
- Prüfung: Termine für praktische und mündliche Prüfungsbestandteile wahrnehmen
- Ergebnis: Ausstellung einer Bescheinigung bei Erfolg
Die Kammer beschreibt das Verfahren als Instrument zur Anerkennung praktischer Erfahrungen. Es soll die berufliche Wertschätzung stärken, ohne die bestehenden rechtlichen Grenzen der Ausbildungsabschlüsse zu verschieben.











