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In Frankfurt sind zwei Anwohner des Stadtteils Schwanheim an Malaria erkrankt. Die Fälle wecken Sorge, weil sie in unmittelbarer Nähe zum Flughafen liegen. Das Gesundheitsamt untersucht nun, wie die Infektionen zustande kamen.
Was das Gesundheitsamt bestätigt
Die beiden Erkrankten leben in Schwanheim. Sie stehen momentan unter ärztlicher Behandlung. Laut Behörde hatten beide Personen keine Auslandsreisen unternommen. Sie arbeiten ebenfalls nicht am Flughafen.
Dennoch geht das Amt derzeit davon aus, dass es sich um eine sogenannte Flughafen-Malaria handeln könnte. Bürgerinnen und Bürger sollen ruhig bleiben. Bei ungewöhnlichen Symptomen wird die sofortige ärztliche Abklärung empfohlen.
Symptome erkennen: Wann ein Arztbesuch nötig ist
Malaria kann sich zunächst unspezifisch zeigen. Frühe Diagnose ist wichtig. Die Behandlung ist bei raschem Beginn meist erfolgreich.

- Fieber oder wiederkehrende Fieberschübe
- Starker Schüttelfrost
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
Wer in Flughafennähe wohnt oder arbeitet, sollte besonders aufmerksam sein. Bei den genannten Beschwerden bitte umgehend eine Praxis oder Klinik aufsuchen.
Vorherige Fälle unter Flughafenpersonal
Ende August wurden bereits mehrere Malariafälle bei Beschäftigten des Frankfurter Flughafens gemeldet. Insgesamt betrafen die bislang bekannten Fälle sechs Mitarbeiter. Zwei von ihnen starben. Einer verstarb bereits Anfang Juli, ein weiterer im August.
Die Behörden vermuten, dass infizierte Mücken aus einem Malariagebiet per Flugzeug eingeschleppt wurden. Ob ein direkter Zusammenhang zwischen den Fällen der Beschäftigten und den neuen Erkrankungen in Schwanheim besteht, wird aktuell geprüft.
Wie eingeschleppte Mücken infizieren
Das Robert Koch‑Institut erklärt, dass Flughafen-Malaria sehr selten ist. Sie entsteht, wenn eine infizierte Anopheles-Mücke im Flugzeug, im Gepäck oder am Flughafengelände eingeschleppt wird. Dort kann sie Menschen in der Umgebung stechen und infizieren.

Wichtiges zur Übertragung
- Malaria wird durch Mückenstiche übertragen.
- Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
- Die Erkrankungsform in den aktuellen Fällen wird als Malaria tropica eingeordnet.
Was Gesundheitsexperten raten
Das Gesundheitsamt bittet, Alarmismus zu vermeiden. Zugleich sollen Medizinerinnen und Mediziner in Frankfurt an die Möglichkeit einer Flughafen-Malaria denken. Besonders relevant ist dies für Patientinnen und Patienten mit untypischem Fieberbild.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Malaria lebensbedrohlich sein kann. Bei früher Diagnose aber gut behandelbar ist.
Untersuchungen und Anlaufstellen
Die Behörden ermitteln jetzt die Infektionsketten. Untersucht wird, ob die Fälle auf dieselbe Quelle zurückzuführen sind. Dabei werden Flugdaten, Aufenthaltsorte und mögliche Mückenfunde geprüft.
Für Fragen hat das Frankfurter Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger erreichen sie unter 069/212-30030. Kliniken wurden gebeten, die Situation zu berücksichtigen.











