Apotheken: der entscheidende Vorteil, den kaum jemand sieht

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Apotheker Alexander Stüwe aus Buxtehude setzt auf assistierte Telemedizin und sieht darin eine große Chance für seine Brücken-Apotheke. Mit einem Tischgerät von SymptoX bietet er Videosprechstunden vor Ort an. Ziel ist, Patienten schnell zu helfen und sich gegen die wachsende Konkurrenz des Versandhandels abzugrenzen.

Wie die Telemedizin im Alltag der Apotheke funktioniert

In der Brücken-Apotheke steht das Gerät im Beratungsraum. Stüwe berichtet, dass die Technik nach Startproblemen stabil läuft. Der Support von SymptoX habe schnell reagiert und Lösungen geliefert. Das habe den Einsatz erleichtert.

Beratungsraum mit Tischgerät für Videosprechstunde
Das Telemedizin‑Gerät steht in einem Beratungsraum der Apotheke bereit.

  • Gerät im Beratungsraum verfügbar
  • Einige Anfangsschwierigkeiten, inzwischen stabil
  • Technischer Support schnell und lösungsorientiert

Die angewandten Fälle sind meist akut. Patienten erhalten eine Videosprechstunde, wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist. So lassen sich unnötige Notaufnahmebesuche vermeiden.

Praktische Einsatzzeiten und Patientenbedarf

Besonders hilfreich erweist sich die aTM in Randzeiten. Mittwochnachmittag oder später Abend sind Beispiele. Wenn Hausarztpraxen geschlossen sind, finden manche Patienten sonst den Weg in die Klinik.

Außerdem fehlt in einigen Regionen ein Hausarzt. Viele Praxen nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Durch die Telemedizin können Apotheken hier Lücken schließen.

Vorteile für Ärzte, Patienten und Apotheker

Das System schafft neue Möglichkeiten für Hausärzte. Videosprechstunden lassen sich von zu Hause anbieten. Das ist interessant für junge Ärzte oder Eltern mit kleinen Kindern.

  • Schnelle Hilfe bei akuten Beschwerden
  • Verringerung unnötiger Notfallbesuche
  • Erweiterte Erreichbarkeit von Ärzten
  • Apotheke als niederschwellige Anlaufstelle

Stüwe betont, dass die Apotheken nicht in Konkurrenz zu Hausärzten treten wollen. Ziel sei eine enge Zusammenarbeit. Die aTM könne nur einen Teil der Fälle abdecken.

Technischer Aufwand und Praxisorganisation

Der organisatorische Mehraufwand sei überschaubar. Das Gerät belege einen Raum, der oft frei ist. Dadurch würden vorhandene Ressourcen besser genutzt.

Apothekenmitarbeiter ordnet Unterlagen und bereitet Raum vor
Organisatorischer Aufwand bleibt überschaubar: Raum und Abläufe wurden angepasst.

Schulungen und Abläufe wurden angepasst. Mitarbeiter empfehlen die Leistung in passenden Fällen. Direkt von sich aus buchen Patienten die Videosprechstunde eher selten.

Wie die Bevölkerung reagiert

Trotz positiver Erfahrungen hat die aTM noch nicht die erwartete Bekanntheit. Stüwe berichtet, dass vieles durch lokale Pressearbeit beworben wurde.

  • Große Offenheit bei vielen Patienten
  • Einige Skeptiker bleiben
  • Wichtig: bessere Öffentlichkeitsarbeit

Viele Kunden sagen: „Wenn ich Hilfe brauche, komme ich sofort.“ Doch das müsse sich erst herumsprechen. Die größte Hürde ist aktuell das fehlende Bekanntheitsniveau.

Erfahrungen und Perspektiven für die Zukunft

Bisher gab es nur eine kleine Zahl an Fällen in der Apotheke. Stüwe ist optimistisch, dass die Nutzung in der kommenden Saison steigt. Besonders im Winter rechnet er mit mehr Anfragen.

Telemedizin durch die Apotheke kann laut ihm eine strategische Rolle spielen. Sie stärkt das Profil vor Ort und schafft neue Serviceangebote. Für viele Kunden ist die Begleitung vor Ort ein entscheidender Vorteil gegenüber reiner Ferntelemedizin.

Kommunikationsstrategien und Skalierung

Um die Bekanntheit zu steigern, empfiehlt Stüwe gezielte Kommunikation. Lokale Medien, Informationsveranstaltungen und direkte Ansprache in der Apotheke helfen.

  1. Lokale Pressearbeit intensivieren
  2. Informationsmaterial in der Apotheke bereitstellen
  3. Kooperationen mit Hausärzten ausbauen

Mit diesen Schritten ließe sich die aTM stärker in den Alltag integrieren. So könnte die Leistung zur festen Option für akute Fälle werden.

Relevanz für die Apotheke als Gesundheitsanbieter

Stüwe sieht in der Telemedizin eine Möglichkeit, die Apotheke als erste Anlaufstelle zu positionieren. Das verbessere die Wahrnehmung im Ort und schaffe neue Legitimation.

Projekte wie dieses könnten für viele Vor-Ort-Apotheken existenziell sein. Sie eröffnen Wege, sich gegenüber dem Versandhandel zu differenzieren und gleichzeitig die Versorgung in der Region zu stärken.

Branchenblick: Diskussion über die Apotheke der Zukunft

Die Debatte um digitale Angebote und Telemedizin prägt aktuell die Branche. Fachpublikationen fragen, wie Apotheken künftig aufgestellt sein müssen. Stüwes Erfahrungen liefern praktische Einblicke für andere Vor-Ort-Apotheken.

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