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Heute ziehen Apotheken-Teams in vielen Städten auf die Straße, um mehr Geld und Respekt für ihren Berufsalltag zu fordern. Die Aktion richtet sich gegen stockende Reformen und will Druck auf die Politik machen.
Breite Unterstützung laut aposcope-Umfrage
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Eine aktuelle aposcope-Befragung zeigt: viele Mitarbeitende stehen hinter dem Protesttag. Die Meinungen zur Zeitplanung sind unterschiedlich.
- 21 Prozent finden den Protesttermin genau richtig.
- 44 Prozent sehen den Tag als wichtig, aber nicht ideal geplant.
- 7 Prozent meinen, der Protest kommt zu spät.
- 19 Prozent halten die Aktion für wirkungslos.
Wie Apotheken den Aktionstag umsetzen
Der Vorstand der ABDA hat zu geschlossener Beteiligung aufgerufen. Viele Apotheken folgen diesem Aufruf.
- 24 Prozent schließen und besuchen eine der Kundgebungen in Berlin, Hannover, Düsseldorf oder München.
- 21 Prozent schließen komplett, nehmen aber nicht an zentralen Demos teil.
- Andere planen lokale Aktionen vor der eigenen Apotheke oder schließen nur zeitweise.
Warum knapp ein Drittel nicht schließt
Etwa ein Drittel der Befragten bleibt heute geöffnet. Die wichtigsten Gründe:
- Finanzielle Verluste wären zu hoch (29 %).
- Keine Aussicht auf Erfolg (21 %).
- Konflikte mit Kundinnen und Kunden (20 %).
- Versorgungsauftrag könnte nicht sichergestellt werden (19 %).
Zusätzliche Faktoren: 12 Prozent fürchten rechtliche Folgen, zehn Prozent sind an feste Öffnungszeiten gebunden, etwa in Einkaufszentren.
Landesregel in Baden-Württemberg erschwert Protest
In Baden-Württemberg ist die Situation anders. Das Sozialministerium und die Apothekerkammer verbieten flächendeckende Schließungen.
- Die Behörden empfehlen stattdessen Poster, Flyer und andere Ersatzaktionen.
- Das Ministerium warnt, dass großflächige Montagsschließungen zwei Tage mit nur Notdienst zur Folge haben könnten.
Die zentralen Forderungen der Apotheken
Im Mittelpunkt steht die finanzielle Anerkennung der Arbeit. Weitere Forderungen betreffen Praxis und Kontrolle.
Top-Prioritäten nach Umfrage
- Fixums-Erhöhung auf 9,50 Euro (85 %).
- Ende der Nullretax (61 %).
- Bürokratieabbau (60 %).
- Kontrollen der Versandapotheken bezüglich Temperaturvorgaben (22 %).
Andere Anliegen haben geringere Priorität: Abschaffung der PTA-Vertretung (18 %), Rx-Abgabe ohne Rezept und Präventionsaufgaben (je 16 %), Ausbau pharmazeutischer Dienstleistungen (14 %).
Erwartungen an Reichweite und Wirkung
Die Teams setzen auf Sichtbarkeit in Medien und auf geschlossene Teilnahme.
- Je 40 Prozent hoffen auf viele Schließungen und breite Medienberichterstattung.
- Nur 14 Prozent legen den Fokus vor allem auf hohe Teilnehmerzahlen bei Kundgebungen.
Was die Proteste bewirken sollen:
- Stärkung des inneren Zusammenhalts im Beruf (50 %).
- Aufwecken der Öffentlichkeit (43 %).
- Politisches Signal (15 %).
- Erreichtes Umdenken bei Krankenkassen (10 %).
Wer an der Umfrage teilnahm
Die Erhebung wurde am 19. und 20. März durchgeführt. Insgesamt antworteten 350 Personen aus Apotheken, darunter Apothekerinnen und Apotheker, PKA und PTA.












