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Eine Rötung, ein brennendes Gefühl und verklebte Lider: Bindehautentzündungen treten häufig auf, haben aber sehr unterschiedliche Ursachen. Selten steckt hinter einer Konjunktivitis das Bakterium Chlamydia trachomatis. Diese Form, oft als Schwimmbad‑Konjunktivitis bezeichnet, ist ungewöhnlich, kann aber ernsthafte Folgen haben, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird.
Wie Chlamydien und andere Keime das Auge erreichen
Chlamydien gehören zu den häufigsten Erregern sexuell übertragbarer Infektionen. Bestimmte Serotypen dieser Bakterien können auch die Bindehaut befallen.
Ebola: Medikamente und Impfstoffe zeigen erste Erfolge in Studien
Parasitenbefall: erste Tote nach heftiger Durchfallwelle
- Übertragung: Meist erfolgt die Infektion durch direkten Kontakt mit genitalen Sekreten.
- Schwimmbad‑Fall: Eine Ansteckung über unzureichend gechlortes Wasser ist möglich, aber selten.
- Neugeborene: Bei Babys kann eine Einschlusskörperchen‑Konjunktivitis auftreten.
Wichtig: Die Serotypen D bis K sind besonders mit Schwimmbad‑Konjunktivitis assoziiert.
Typische Symptome frühzeitig erkennen
- Rötung des Auges
- Brennen und intensiver Juckreiz
- weißlich‑schleimiger oder eitriger Ausfluss
- verkleben der Lider, besonders nach dem Schlaf
- Schwellung der Lymphfollikel oder kleine Bläschen auf der Bindehaut
Bei einer Chlamydien‑Infektion beträgt die Inkubationszeit oft mehrere Tage bis zwei Wochen. Eine rasche Abklärung verhindert Folgeprobleme.
So stellen Ärzte die Diagnose
Der Weg zur sicheren Diagnose führt über Blickdiagnose und mikrobiologische Tests.
- Abstrich der Bindehaut zur Labordiagnostik
- PCR‑Untersuchungen auf Chlamydia trachomatis
- Untersuchung auf andere bakterielle oder virale Erreger
- Anamnese zu Sexualverhalten und Neugeborenenkontakt
Hinweis: Bei Verdacht auf eine durch Chlamydien verursachte Konjunktivitis sollte auch an eine Untersuchung der Genitalregion und an Partnerbehandlung gedacht werden.
Medikamente und Therapiewege bei Konjunktivitis
Die Behandlung richtet sich nach dem Erreger.
- Bakteriell: Antibiotische Augentropfen und manchmal systemische Antibiotika.
- Chlamydien: Kombination aus lokalem und oralem Antibiotikum möglich; Beispiele sind Erythromycin und Azithromycin.
- Viral: Spezifische antivirale Augenmedikamente bei Herpes oder Adenoviren.
- Allergisch: Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren oder kurzfristige Kortikosteroide.
Vorsicht: Kortisonhaltige Tropfen erhöhen langfristig den Augeninnendruck. Eine Anwendung sollte ärztlich überwacht werden.
Vorbeugung: Schutz im Alltag und im Schwimmbad
- Beim Schwimmen eine Schutzbrille tragen
- Kontaktlinsen bei Verdacht auf Infektion meiden
- Sexuelle Kontakte offen thematisieren und bei Infektion Partner informieren
- Regelmäßige Kontrolle und richtige Desinfektion von Schwimmbädern
- Hände gründlich waschen und persönliche Handtücher verwenden
Pro Tipp: Gute Hygieneregeln reduzieren das Risiko, andere Personen anzustecken.
Praktische Verhaltensregeln: Was Sie besser lassen
Keine Hausmittel, die schaden können
- Auf Kamillenkompressen oder Teebeutel verzichten
- Diese Mittel können Allergien auslösen oder Keime ins Auge bringen
Make‑up und Kontaktlinsen vermeiden
- Kosmetik kann Keime aufnehmen und erneut ins Auge eintragen
- Kontaktlinsen reizen und verzögern die Heilung
Richtige Hygiene im Alltag
- Augen nicht reiben, um Verbreitung zu vermeiden
- Eigenes Handtuch verwenden und Bettwäsche häufiger wechseln
- Bei bakteriellen oder viralen Formen besonders auf Sauberkeit achten












