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Am bundesweiten Apothekerprotesttag am 23. März hat Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke die Versorgung der Bevölkerung als gesichert bezeichnet. Trotz geplanter Proteste sollen die Notdienst-Apotheken im Land erreichbar bleiben. Die Ankündigung kommt kurz vor einem Aktionstag, zu dem Apothekenverbände in ganz Deutschland aufgerufen haben.
Notdienste bleiben geöffnet: Minister sichert Versorgung zu
Wilke betont, dass im Land alle Apotheken im Notdienst ihre Dienste wahrnehmen werden. Die Arzneimittelversorgung für Notfälle ist damit gewährleistet, so der Minister. Patientinnen und Patienten müssen also nicht befürchten, dringend benötigte Medikamente nicht zu erhalten.
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Er nennt Apotheken einen unverzichtbaren Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Besonders in ländlichen Regionen wirken sie oft als erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen.
Hintergrund des Protests: Forderung nach besserer Vergütung
Viele Apotheken beteiligen sich am Protest, um auf die schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen. Zentrales Anliegen ist eine Anpassung der Apothekenvergütung. Steigende Lebenshaltungskosten und gestiegene Betriebsausgaben belasten die Betriebe.
Worum es den Apothekern geht
- Höhere Pauschalen und Honorare für Beratungsleistungen.
- Ausgleich für gestiegene Material- und Energiekosten.
- Schutz vor weiteren Schließungen in dünn besiedelten Regionen.
Bundesweit fordern Apothekerinnen und Apotheker deswegen rasche Reformen. Auch in Brandenburg gab es politische Signale, die eine höhere Vergütung befürworten.
Politische Reaktionen und Beschlüsse
Brandenburg hat sich laut Wilke im Bundesrat für eine zügige Umsetzung der geplanten Erhöhungen eingesetzt. Im Koalitionsvertrag auf Bundesebene ist eine Anpassung der Vergütung vorgesehen. Die Länder drängen nun auf konkrete Schritte.
Die letzte Anpassung der Apothekenvergütung liegt viele Jahre zurück, was nach Einschätzung von Experten zu einem Rückgang der Betriebszahlen geführt hat.
Entwicklung der Apothekenzahlen in Brandenburg
Die Zahl der Apotheken im Land ist rückläufig. 2013 gab es noch 580 Standorte. Aktuell werden 526 Apotheken genannt (Stand März 2026).
Insbesondere kleine Betreiber in ländlichen Gemeinden sehen sich wirtschaftlich stark belastet. Experten warnen vor weiteren Schließungen ohne Reformen.
Praktische Hinweise für Patientinnen und Patienten
Wer am Protesttag eine Apotheke benötigt, sollte sich vorher informieren. Es kann zu geänderten Öffnungszeiten kommen. Notdienste bleiben jedoch funktionsfähig.
- Überprüfen Sie die Notdienstlisten online.
- Nutzen Sie die Webseite der Landesapothekerkammer Brandenburg für aktuelle Infos.
- Rufen Sie im Zweifel Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt an.
- In lebensbedrohlichen Fällen immer den Notruf wählen.
Auswirkungen auf den ländlichen Raum
Apotheken fungieren dort nicht nur als Medikamentenausgeber. Sie bieten Beratung, einfache Gesundheitschecks und soziale Anlaufstellen. Ein weiterer Rückgang würde die Versorgungssicherheit schwächen.
Deshalb sprechen sich viele Kommunalpolitiker für gezielte Unterstützungsmaßnahmen aus. Ziel ist es, die medizinische Grundversorgung auch in entlegenen Gebieten zu erhalten.












