Rückruf Stozzon: Haltbarkeit verkürzt – Kunden sollen Produkte zurückgeben

Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen

Berlin — Queisser Pharma hat mehrere Chargen der Chlorophyll-Dragees Stozzon vorsorglich vom Markt genommen. Apotheken werden gebeten, Lagerbestände zu prüfen und betroffene Packungen getrennt zu lagern. Hintergrund ist eine Anpassung der Verwendbarkeitsfrist nach interner Qualitätsbewertung.

Welche Packungsgrößen und Chargen sind zurückgerufen

Der Rückruf betrifft Stozzon Chlorophyll-Dragees in drei Packungsgrößen. Betroffene Chargennummern sind:

  • 40 Dragees: Charge 230763
  • 100 Dragees: Chargen 230764 und 230785
  • 200 Dragees: Chargen 230610, 230694 und 231145

Warum der Rückruf jetzt erfolgt

Laut Hersteller beruhen die Maßnahmen auf neuen Erkenntnissen aus der laufenden Stabilitätsprüfung. Die Verwendbarkeitsdauer wurde vorsorglich reduziert.

Veränderte Frist

Die bisherige Haltbarkeit von 48 Monaten wurde auf 36 Monate verkürzt. Betroffene Chargen haben die neue Laufzeit erreicht, daher sind sie vom Rückruf betroffen.

Keine Hinweise auf Gesundheitsgefahr

Queisser betont, dass es keine Anzeichen für eine Gefährdung von Anwendern gibt. Es handelt sich um eine präventive Maßnahme, die auf internen Qualitätsbewertungen basiert.

Was Apotheken jetzt tun sollen

Die Firma bittet Apotheken um ein abgestuftes Vorgehen. So lässt sich der Rückruf zügig abwickeln:

  • Bestände prüfen und betroffene Packungen identifizieren.
  • Betroffene Packungen nicht mehr abgeben und separat lagern.
  • Rücksendung über den Großhandel mit dem entsprechenden OTC-Formular veranlassen.
  • Für die Rückerstattung die Anweisungen des Großhandels beachten.

Wirkweise von Stozzon und Einsatzgebiet

Stozzon ist als Arzneimittel zur Behandlung von Mund- und Körpergeruch zugelassen. Wirkstoff ist Chlorophyll aus natürlichem Blattgrün.

Chlorophyll und seine Derivate wirken desodorierend. Sie können enzymatische Prozesse stören, die zur Bildung unangenehmer Gerüche führen. Insbesondere wird beschrieben, dass Chlorophyllin-Kupfer geruchsbildende Eiweißverbindungen beeinflussen kann.

Durch diese Mechanismen lässt sich die Entstehung riechender Abbauprodukte hemmen oder umleiten. Das Präparat zielt damit direkt auf die Ursachen unangenehmer Gerüche ab.

Geben Sie Ihr Feedback

Seien Sie der Erste, der dieser Beitrag bewertet
oder hinterlassen Sie eine detaillierte Bewertung


Kommentar posten

Kommentar veröffentlichen