Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
- Aktuelle Zahlen im Überblick: Wie viele Apotheken verschwinden
- Regionale Unterschiede und auffällige Bezirke
- Warum Neueröffnungen ausbleiben
- Auswirkungen auf Patienten: Längere Wege und weniger Beratung
- Die Sicht des DAV: Finanzierung als Hauptproblem
- Mögliche Lösungen und Forderungen
- Was Beobachter und Patienten jetzt beachten sollten
In Deutschland haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 62 Apotheken ihre Türen geschlossen. Der Präsident des Deutschen Apothekerverbands, Dr. Hans-Peter Hubmann, macht vor allem die unzureichende Vergütung verantwortlich und warnt vor Folgen für die Patientenversorgung.
Aktuelle Zahlen im Überblick: Wie viele Apotheken verschwinden
Zu Jahresbeginn gab es 16.601 Apotheken. Bis zum 31. März sank die Zahl auf 16.533 Betriebe. Das bedeutet weniger Anlaufstellen für Arzneimittel in kurzer Zeit.
Ebola: Medikamente und Impfstoffe zeigen erste Erfolge in Studien
Parasitenbefall: erste Tote nach heftiger Durchfallwelle
- 62 Schließungen wurden im ersten Quartal gezählt.
- Der Nettoverlust ergibt sich aus Schließungen und wenigen Neueröffnungen.
- 14 von 17 Kammerbezirken verzeichneten einen Rückgang.
Regionale Unterschiede und auffällige Bezirke
Die Entwicklung verläuft nicht überall gleich. In einigen Regionen bleibt die Lage stabil, in anderen geht die Zahl der Apotheken merklich zurück.
Konstanz in wenigen Bundesländern
- Saarland und Bremen: keine Veränderung durch Schließungen oder Neueröffnungen.
- Hamburg: eine Schließung und eine Neueröffnung gleichen sich aus.
Starker Rückgang in Baden-Württemberg
Besonders auffällig ist der Rückgang in Baden-Württemberg. Dort gingen elf Betriebe verloren. In den meisten anderen Bezirken liegen die Verluste im einstelligen Bereich.
Warum Neueröffnungen ausbleiben
Neugründungen bleiben selten. In etwa der Hälfte der Kammerbezirke gab es seit Jahresbeginn keine einzige Neueröffnung.
- Betroffene Bezirke: Brandenburg, Bremen, Hessen, Westfalen-Lippe, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
- Gründe sind unter anderem wirtschaftlicher Druck und mangelnde Rentabilität.
Auswirkungen auf Patienten: Längere Wege und weniger Beratung
Jede geschlossene Apotheke erhöht die Wege für Patienten und belastet besonders ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.
- Regionale Versorgung wird fragmentierter.
- Weniger persönliche Beratung vor Ort.
- Engpässe könnten bei bestimmten Medikamenten auftreten.
Die Sicht des DAV: Finanzierung als Hauptproblem
Dr. Hans-Peter Hubmann macht die mangelnde Vergütung verantwortlich. Nach seiner Darstellung ist die Situation nicht das Ergebnis einzelner Fehlentscheidungen.
Stattdessen sei eine chronische Unterfinanzierung das Grundproblem. Er warnt, dass die Versorgung langfristig leidet, wenn sich nichts ändert.
Mögliche Lösungen und Forderungen
Der Verband fordert eine bessere Honorierung und politische Maßnahmen zur Stabilisierung des Apothekenmarktes.
- Überprüfung der Vergütungsstrukturen.
- Förderprogramme für Apotheken in ländlichen Regionen.
- Anreize für Neugründungen und Übernahmen.
Was Beobachter und Patienten jetzt beachten sollten
Für Verbraucher sind lokale Entwicklungen wichtig. Regionalplanungen und Beratungsangebote der Kammern können helfen, Engpässe früh zu erkennen.
- Apotheken-Infos der jeweiligen Kammer verfolgen.
- Alternative Versorgungswege prüfen, etwa Botendienste oder Versandapotheken.
- Bei regelmäßiger Medikation rechtzeitig Vorräte planen.












