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- Exilby: Ein neues Arzneimittel gegen chronische Schmerzen
- Der lange Weg zur Zulassung
- Technische Eigenschaften und Anwendung
- Reaktionen aus der Ärzteschaft und Markterwartungen
- Kommerzielle Strategie und Markteintritt
- Finanzierung, Investoren und Eigentümerstruktur
- Risiken und Herausforderungen im Markt
- Von OTC-Erfolg zu Rx-Pharma: Marketing und Vertrieb
- Rückschläge und Ausdauer: Die persönliche Geschichte
- Visionen für die Medizin: Mehr als nur Schmerztherapie
- Unternehmerischer Antrieb und Lebensphilosophie
- Wie es weitergeht: Märkte, Kooperationen und nächste Schritte
- Praktische Hinweise für Ärzte und Patienten
Dr. Clemens Fischer hat mit Exilby ein verschreibungspflichtiges Cannabis-Fertigarzneimittel zur Zulassung gebracht. Sein Ziel ist radikal: chronische Schmerzen anders behandeln und langfristig Opioide ablösen. Im Gespräch erzählt er von der harten Entwicklungsarbeit, den Rückschlägen mit Behörden und warum er als Unternehmer weiterhin große Visionen für die Medizin verfolgt.
Exilby: Ein neues Arzneimittel gegen chronische Schmerzen
Exilby ist ein standardisiertes, THC-basiertes Fertigarzneimittel. Es richtet sich primär an Patienten mit chronischen Rückenschmerzen.
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- Erste zugelassene Cannabis-Formulierung für eine chronische Schmerzindikation weltweit.
- Ziel ist, langfristig die Rolle von Opioiden in der Schmerztherapie zu verringern.
- Form: Tropfenfläschchen à 30 ml, titrierbar zur Reduktion von Nebenwirkungen.
Der lange Weg zur Zulassung
Die Entwicklung von Exilby war kein Sprint, sondern ein Marathon. Fischer und sein Team investierten Jahre Arbeitszeit.
Viele Entscheidungen mussten getroffen werden: Anbau der Pflanze, Herstellung des Extrakts und die komplexe Abstimmung mit Zulassungsbehörden.
Behördenkontakt und Lernprozess
Zu Beginn stieß das Team auf Skepsis. Meetings mit dem BfArM waren herausfordernd und lehrreich.
- Regulatorische Hürden waren hoch.
- Fehler und Missverständnisse in frühen Gesprächen führten zu Anpassungen.
- Erst mit Beharrlichkeit und neuem Wissen gelang die Zulassungsreife.
Technische Eigenschaften und Anwendung
Das Präparat enthält einen auf THC standardisierten Extrakt. Die Dosierung erfolgt schrittweise.
- Tropfenweise Einnahme erlaubt feine Titration.
- Ziel: Nebenwirkungen während der Einfindungsphase minimieren.
- Beim Launch werden weitere Indikationen angestrebt.
Reaktionen aus der Ärzteschaft und Markterwartungen
Besonders Schmerzspezialisten reagierten laut Fischer positiv. Viele berichten unabhängig von den Herstellern über Studienergebnisse.
Der Markt für rezeptpflichtige Schmerzmittel ist groß. Exilby könnte Ärzten eine neue Option bieten.
Akzeptanzfaktoren
- Wissenschaftliche Daten und klinische Erfahrungen.
- Vertrauen in die Standardisierung des Produkts.
- Preis und Erstattungsfragen als entscheidende Parameter.
Kommerzielle Strategie und Markteintritt
Ein Launch ist vorbereitet, hängt aber an wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Fischer nannte Zeitfenster Ende August oder September.
Wichtig ist ein Preisniveau in Deutschland, das die Investitionen rechtfertigt und gleichzeitig den internationalen Start nicht gefährdet.
Finanzierung, Investoren und Eigentümerstruktur
Die Entwicklung wurde überwiegend aus eigenen Mitteln finanziert. Externe Investoren sind laut Fischer nicht beteiligt.
- Ein dreistelliger Millionenbetrag floss in das Projekt.
- Unternehmensanteile befinden sich vollständig bei Fischer und seiner Mitgründerin.
- Keine Börsengänge während der Entwicklung, volle Kontrolle intern.
Risiken und Herausforderungen im Markt
Fischer nennt zwei Hauptrisiken: Preisgestaltung in Deutschland und die Überzeugung der Ärzteschaft.
- Preisdruck durch Gesundheitssystem und Kostenträger.
- Zurückhaltung einzelner Mediziner wegen unseriöser Anbieter.
- Notwendigkeit eines überzeugenden US-Prof-of-Concepts für globale Akzeptanz.
Für den wirtschaftlichen Erfolg ist die Kombination aus klinischer Evidenz und angemessener Vergütung entscheidend.
Von OTC-Erfolg zu Rx-Pharma: Marketing und Vertrieb
Fischer hat viel Erfahrung im OTC-Bereich. Rx-Markt ist jedoch komplett anders, vor allem wegen Werbebeschränkungen in Deutschland.
Er sieht dennoch Spielraum für neue, Arzt-orientierte Marketingwege.
Rückschläge und Ausdauer: Die persönliche Geschichte
Der Gründer beschreibt viele Rückschläge. Oft war Ausdauer der Schlüssel zum Weiterkommen.
- Frühe Ablehnungen und Zweifel von Behörden.
- Fehlende Erfahrung beim Pflanzenanbau und in der pharmazeutischen Entwicklung.
- Trotz hoher Belastung kein Ausstieg: volle Reinvestition der Gewinne.
Beharrlichkeit und Lernbereitschaft prägten den Weg zur Zulassung.
Visionen für die Medizin: Mehr als nur Schmerztherapie
Fischer denkt weit über Cannabis hinaus. Sein Blick richtet sich auf disruptive Technologien wie Brain-Computer-Interfaces.
Was BCI leisten können
- Gedankenlesen mit hoher Genauigkeit für Sprachwiedergabe bei gelähmten Patienten.
- Potenzial, Sinnesfunktionen wie Sehen oder Bewegung wiederherzustellen.
- Möglichkeit, Schmerz zentral im Gehirn zu beeinflussen oder zu reduzieren.
Er plant, in den kommenden Monaten Implantationen bei Patienten vorzunehmen, um Fortschritte zu prüfen.
Unternehmerischer Antrieb und Lebensphilosophie
Fischer bezeichnet sich als Unternehmer mit medizinischem Hintergrund und Visionen, die umgesetzt werden.
- Lesen und tiefe Beschäftigung mit Themen als Inspirationsquelle.
- Keine Angst vor großen Zielen oder der harten Arbeit dahinter.
- Der Wunsch, Nutzen für viele Patienten zu schaffen, treibt ihn an.
Sein Credo: Große Ambitionen sind legitim und Umsetzbar, wenn man Ausdauer zeigt.
Wie es weitergeht: Märkte, Kooperationen und nächste Schritte
Fischer berichtet von Interesse aus der Pharmaindustrie. Die großen Player beobachten das Projekt besonders für den US-Markt.
- Proof of Concept in den USA gilt als entscheidender Meilenstein.
- Geplante Markteinführungen hängen von Preis- und Erstattungsfragen ab.
- Weitere Indikationen sollen nach und nach bearbeitet werden.
Praktische Hinweise für Ärzte und Patienten
Bei Verordnung ist die richtige Titration zentral. Ärzte sollen Schritt für Schritt die Dosis anpassen.
- Individuelle Anpassung reduziert Nebenwirkungen.
- Patientenaufklärung über Wirkung und Erwartungsmanagement ist wichtig.
- Langzeitbeobachtungen werden helfen, die Rolle im Therapiealltag zu klären.













