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- Öffentlicher Schlagabtausch statt ruhiger Verhandlung
- Was beim Zeitplan wichtig ist
- „Keine Zahlen, keine Lösung“ – die Forderung der TGL
- Wie weit gingen die Kompromisse der TGL?
- Finanzielle Rahmenbedingungen der öffentlichen Apotheken
- Ausbilder, Berufsanfänger und Nachwuchssicherung
- Vorherige Tarifrunde als Bezugspunkt
- Gesprächsbereitschaft und nächste Verhandlungsoptionen
In Nordrhein-Westfalen spitzt sich der Konflikt um den Gehaltstarifvertrag zwischen der Apothekengewerkschaft Adexa und der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL-Nordrhein) zu. Die Verhandlungen stocken, zeitlich drängt es, und öffentliche Stellungnahmen haben die Stimmung verschärft. Beide Seiten bezichtigen einander mangelnder Transparenz und werfen dem Gegenüber vor, keine tragfähigen Vorschläge vorzulegen.
Öffentlicher Schlagabtausch statt ruhiger Verhandlung
Die TGL reagiert mit Unverständnis auf die mediale Stellungnahme der Adexa. Man habe kurz vor der Veröffentlichung kurzfristig eine weitere Verhandlungsrunde angeboten. Dabei sei auch eine Videokonferenz ausdrücklich möglich gewesen.
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Das Ziel war klar: Eine schnelle Einigung zu erzielen, nachdem der bisherige Gehaltstarifvertrag am 30. Juni ausgelaufen ist. Das Gesprächsangebot besteht nach wie vor, betont die TGL.
Vorwürfe gegen die Adexa
- Die TGL kritisiert die öffentliche Kommunikation als „No-Go“.
- Man bemängelt, dass konkrete Gegenforderungen der Adexa fehlen.
- Die Verhandlungsbereitschaft sei wiederholt signalisiert worden.
Was beim Zeitplan wichtig ist
Beide Seiten nennen den 1. Juli als relevanten Zeitpunkt. Die TGL versichert, sie sei bereit, einen Abschluss rückwirkend zum 1. Juli in Kraft treten zu lassen, falls sich die Gespräche verzögern.
Ob diese freiwillige Kulanz weiterhin aufrechterhalten wird, hänge vom weiteren Verlauf ab.
Chronologie in Kürze
- Gehaltstarifvertrag lief am 30. Juni aus.
- TGL bot kurzfristige Gespräche an, auch online.
- Adexa veröffentlichte eine Kritik an dem bisherigen Angebot.
- Eine klar benannte, bezifferte Gegenforderung liegt laut TGL nicht vor.
„Keine Zahlen, keine Lösung“ – die Forderung der TGL
Die TGL kritisiert, dass die Adexa zwar ablehnt, aber keine konkrete Alternative nennt. Für Tarifverhandlungen seien jedoch belastbare Zahlen und Finanzierungskonzepte nötig.
Ein Sprecher der TGL sagte, wer etwas zurückweist, müsse zugleich darlegen, welche konkrete Lösung angestrebt werde. Wichtig sei zudem, wie diese unter den wirtschaftlichen Bedingungen der öffentlichen Apotheken dauerhaft finanziert werden könne.
Bislang fehlt eine nachvollziehbare, bezifferte Gegenforderung, so die zentrale Beschwerde der Apothekenleiter.
Wie weit gingen die Kompromisse der TGL?
Die TGL weist Vorwürfe zurück, sie habe kein angemessenes Angebot vorgelegt. Im Gegenteil: In den Verhandlungen habe man der Adexa mehrfach Entgegenkommen gezeigt.
- Ursprüngliche Forderungen wurden angepasst.
- In einigen Punkten übertraf das Angebot bundesweite Standards.
- Die TGL betont, dass ihr Vorschlag nicht am unteren Rand der Tarifentwicklung liege.
Finanzielle Rahmenbedingungen der öffentlichen Apotheken
Die TGL macht deutlich, dass öffentliche Apotheken nur begrenzte Spielräume haben. Sie können steigende Personalkosten nicht durch eigene Preisentscheidungen kompensieren.
Stattdessen sind die wirtschaftlichen Grenzen oft gesetzlich festgelegt. Deshalb verlangen die Apothekenleiter konkrete Finanzierungskonzepte, bevor über höhere Lohnkosten entschieden wird.
Die Realität hinter Tarifzahlen
Öffentliche Diskussionen blenden laut TGL oft aus, dass viele Apotheken bereits zusätzliche Zahlungen leisten. Dazu gehören:
- Übertarifliche Zulagen
- Zusätzliche Urlaubstage
- Sonderzahlungen und flexible Arbeitszeitmodelle
- Weitere Benefits zur Mitarbeiterbindung
Diese freiwilligen Leistungen erhöhten die tatsächliche Vergütung vieler Beschäftigter deutlich über den Tarifstandard.
Ausbilder, Berufsanfänger und Nachwuchssicherung
Für die TGL hat der Berufsnachwuchs hohe Priorität. Bei Ausbildungsvergütungen und Einstiegsgehältern sei die TGL der Adexa weit entgegengekommen.
Das Ziel sei, Apothekenberufe attraktiver zu machen und qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Die TGL betont, dass hier Verantwortung aller Tarifparteien gefragt ist.
Vorherige Tarifrunde als Bezugspunkt
Die TGL erinnert daran, dass sie in der vergangenen Runde einer deutlichen Erhöhung zugestimmt habe. Damals fehlten zusätzliche Honorare oder wirtschaftliche Entlastungen für die Betriebe.
Aus Sicht der Arbeitgeberseite war das damals eine bewusste Entscheidung. Vor diesem Hintergrund fordert die TGL jetzt einen ausgewogenen Abschluss, der Beschäftigte und Betriebsfähigkeit berücksichtigt.
Gesprächsbereitschaft und nächste Verhandlungsoptionen
Die TGL betont ihre andauernde Verhandlungsbereitschaft. Man wolle einen fairen und dauerhaft tragfähigen Tarifabschluss.
Ein solcher Abschluss müsse gute Arbeitsbedingungen und stabile Apotheken ermöglichen. Beides gegeneinander auszuspielen helfe weder den Beschäftigten noch den Betrieben.
Die TGL bleibt jederzeit offen für Gespräche und fordert gleichzeitig konkrete, belastbare Vorschläge von der Adexa.












