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Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt: Übermäßiges Körperfett spielt eine größere Rolle bei Krebs als bisher angenommen. Die Forschenden werteten Daten von mehr als 458.000 Erwachsenen aus und kamen zu dem Ergebnis, dass über 10 % aller Tumorerkrankungen mit überschüssigem Fettgewebe in Verbindung stehen.
Analyse, Umfang und zentrale Ergebnisse
Die Untersuchung basiert auf umfangreichen Bevölkerungsdaten. Die Forscherinnen und Forscher kombinierten Beobachtungsdaten und moderne Auswertungsmethoden.
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- Studienpopulation: mehr als 458.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
- Kernaussage: ein deutlich höherer Anteil von Krebsfällen ist mit Übergewicht verknüpft.
- Implikation: das bisher geschätzte Krebsrisiko durch Fettmasse war zu niedrig.
Weshalb frühere Studien das Risiko unterschätzten
Ein relevanter Grund liegt in der Messung von Übergewicht. Viele frühere Arbeiten nutzten einfache Indikatoren.
- BMI als Standardwert: Er unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse.
- Selbstangaben: Angaben zu Gewicht und Größe können ungenau sein.
- Fehlende Messungen des Körperfettanteils oder der Fettverteilung.
Die neue Analyse berücksichtigte diese Limitationen und zog robustere Maßnahmen zur Abschätzung des Fettanteils in Betracht.
Welche Krebsarten besonders betroffen sind
Übergewicht erhöht das Risiko nicht einheitlich für alle Tumore. Bestimmte Organe reagieren stärker auf Stoffwechselveränderungen.
- Hormonsensitive Tumoren, wie Brustkrebs nach den Wechseljahren.
- Darm- und Gebärmutterkrebs zeigen ebenfalls eine stärkere Verbindung.
- Auch Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs werden häufiger genannt.
Diese Zuordnungen basieren auf epidemiologischen Mustern, die in mehreren Studien beobachtet wurden.
Folgen für Prävention und Gesundheitsstrategien
Die Ergebnisse haben Konsequenzen für die öffentliche Gesundheit. Präventionsprogramme müssen neu bewertet werden.
- Früherkennung: Risikogruppen gezielter ansprechen.
- Gewichtsmanagement als Bestandteil von Krebsprävention.
- Aufklärungskampagnen über Fettverteilung und Gesundheitsrisiken.
Praktische Hinweise für Betroffene
Kleine Änderungen im Alltag können das Risiko senken. Ärzte und Patientinnen sollten offen darüber sprechen.
- Regelmäßige körperliche Aktivität, auch moderate Bewegung hilft.
- Gesunde, ausgewogene Ernährung mit weniger stark verarbeiteten Lebensmitteln.
- Schon einfache Messungen wie Taillenumfang können Hinweise liefern.
- Bei erhöhtem Risiko ärztliche Beratung und ggf. weitergehende Untersuchungen.
Was Forschende als Nächstes untersuchen sollten
Die neue Bewertung eröffnet Fragen für weitere Studien. Methoden zur genauen Fettmessung müssen standardisiert werden.
- Längsschnittstudien zur Entwicklung von Fettmasse und Krebsrisiko.
- Genauerer Vergleich verschiedener Messgrößen wie BMI, Taillenumfang und Körperfettanteil.
- Untersuchungen zu biologischen Mechanismen zwischen Fettgewebe und Tumorentstehung.












