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- Sonnenfinsternis-Brille: Norm, Kennzeichnung und Kauftipps
- Wenn keine Brille mehr verfügbar ist: Die sichere Lochkamera
- Optische Geräte: Warum Fernglas und Teleskop ohne Filter tabu sind
- Vorsicht bei „Hausmitteln“: Gefährliche DIY-Tipps aus dem Netz
- Wie die Sonne die Netzhaut schädigt: Kurze Erklärung
- Auch Technik ist bedroht: Smartphone-Kameras und Sensoren
- Wann und wie stark die Finsternis sichtbar ist
Morgen zieht der Mond vor die Sonne und deckt sie größtenteils ab. Viele möchten das seltene Himmelsschauspiel live sehen. Doch ohne den richtigen Schutz drohen schwere und bleibende Augenschäden. Lesen Sie, welche Brillen wirklich sicher sind, wie Sie einfache Alternativen bauen können und welche Alltagsgegenstände gefährlich trügerisch erscheinen.
Sonnenfinsternis-Brille: Norm, Kennzeichnung und Kauftipps
Nur spezielle Filterbrillen schützen wirklich vor der Sonne. Entscheidend ist die Norm. Die gültige Kennzeichnung lautet DIN EN ISO 12312-2. Zusätzlich muss die Brille das CE-Zeichen tragen.
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Solche Brillen blocken die meisten Sonnenstrahlen. Sie lassen höchstens 0,001 Prozent des Lichts durch. Vor dem Gebrauch prüfen Sie den Filter auf sichtbare Schäden.
- Kontrollieren Sie den Filter auf Kratzer, Löcher oder Verfärbungen.
- Finger weg von beschädigten Gläsern.
- Bevorzugen Sie Geräte aus vertrauenswürdigen Quellen, etwa Optiker.
Optiker waren vor der Finsternis oft schnell ausverkauft. Einige Apotheken gaben die Schutzbrillen kurzfristig ab. In manchen Orten waren die Vorräte binnen Stunden aufgebraucht.
Wenn keine Brille mehr verfügbar ist: Die sichere Lochkamera
Fehlt die Spezialbrille, bietet eine Camera obscura Schutz. Der Aufbau ist simpel und risikofrei.
So funktioniert die Lochkamera
- Ein Karton mit kleinem Loch wird vorbereitet.
- Die Sonne projiziert ihr Bild durch das Loch auf eine helle Fläche.
- Sie beobachten die Projektion, nicht die Sonne direkt.
Die Methode ist für alle Altersgruppen geeignet. Sie ersetzt zwar nicht die persönliche Brille, schützt aber zuverlässig vor direktem Blickkontakt mit der Sonne.
Optische Geräte: Warum Fernglas und Teleskop ohne Filter tabu sind
Ferngläser, Teleskope und Kameras bündeln das Sonnenlicht. Ohne Spezialfilter steigt das Risiko für schwere Netzhautschäden stark an.
- Verwenden Sie niemals ein Fernglas oder Teleskop ohne dafür geeigneten Solarfilter.
- Selbst normale Sonnenbrillen sind kein Ersatz.
- Wer fotografieren will, muss einen zertifizierten Filteraufsatz nutzen.
Ohne passenden Filter können gebündelte Strahlen die Netzhaut schnell und dauerhaft schädigen.
Vorsicht bei „Hausmitteln“: Gefährliche DIY-Tipps aus dem Netz
Das Bundesinstitut für Strahlenschutz warnt vor vermeintlich einfachen Lösungen. Viele Vorschläge sind gefährlich und bieten keinen zuverlässigen Schutz.
- Kein Einsatz von Kerzenruß oder geschwärzten Glasflächen.
- Keine Verwendung von CDs, Röntgenbildern oder normalen Sonnenbrillen.
- Auch Schweißerbrillen, Gletscherbrillen oder gefaltete Rettungsdecken sind ungeeignet.
Diese Materialien blockieren nicht ausreichend die gefährliche Strahlung.
Wie die Sonne die Netzhaut schädigt: Kurze Erklärung
Hornhaut und Linse bündeln das Sonnenlicht auf der Netzhaut. Besonders empfindlich ist die Makula.
Die Hauptursache für Schäden ist photochemisch. Energiereiches Licht bildet reaktive Moleküle. Diese greifen Fotorezeptoren und andere Netzhautzellen an.
Da die Netzhaut keine Schmerzrezeptoren besitzt, bleibt ein Schaden oft unbemerkt. Symptome zeigen sich mit Verzögerung.
Auch Technik ist bedroht: Smartphone-Kameras und Sensoren
Nicht nur Augen, auch Kameras können leiden. Längeres Direktblicken mit dem Objektiv auf die Sonne schadet dem Bildsensor.
- Das Objektiv bündelt Licht auf kleine Flächen des Sensors.
- Überhitzte Bildbereiche zerstören lichtempfindliche Pixel und Filter.
- Spätere Folgen sind helle Flecken, Linien oder tote Pixel.
Wenn Sie fotografieren möchten, nutzen Sie unbedingt einen zertifizierten Solarfilter für das jeweilige Gerät.
Wann und wie stark die Finsternis sichtbar ist
Die partielle Sonnenfinsternis ist morgen zwischen 19:11 Uhr und 21:03 Uhr zu beobachten. Die Intensität variiert je nach Standort.
- In Freiburg sind voraussichtlich über 89 Prozent der Sonne bedeckt.
- In Berlin liegen die Werte bei knapp 84 Prozent.
Wie dunkel es tatsächlich wird, hängt von Wolkenlage und lokalem Horizont ab. Achten Sie auf aktuelle Wetter- und Beobachtungshinweise.












