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Das Sterben zahlreicher Vor-Ort-Apotheken in Deutschland setzte sich auch im ersten Quartal fort. Mehr Schließungen als Neueröffnungen führten zu einem spürbaren Rückgang der Gesamtzahl.
Apothekenbestand zum 31. März: Die aktuellen Zahlen
Zum Stichtag 31. März lag die Gesamtzahl der Apotheken in Deutschland bei 16.533. Im Vergleich zum Jahresbeginn sank die Anzahl damit um 62 Betriebe.
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Insgesamt wurden 81 Apotheken geschlossen, während lediglich 19 neue eröffneten.
Bundesländer im Überblick: Wo es weniger Apotheken gibt
- Baden-Württemberg: 2.072 Apotheken, -11 (13 Schließungen, 2 Neueröffnungen)
- Bayern: 2.610 Apotheken, -6 (9 Schließungen, 3 Neueröffnungen)
- Berlin: 668 Apotheken, -5 (7 Schließungen, 2 Neueröffnungen)
- Brandenburg: 519 Apotheken, -4
- Bremen: 118 Apotheken (keine Veränderung)
- Hamburg: 350 Apotheken (1 Schließung, 1 Neueröffnung)
- Hessen: 1.269 Apotheken, -5
- Mecklenburg-Vorpommern: 349 Apotheken, -2 (3 Schließungen, 1 Neueröffnung)
- Niedersachsen: 1.620 Apotheken, -2 (5 Schließungen, 3 Neueröffnungen)
- Nordrhein-Westfalen: 1.893 Apotheken, -3 (7 Schließungen, 4 Neueröffnungen)
- Westfalen-Lippe: 1.604 Apotheken, -9
- Rheinland-Pfalz: 789 Apotheken, -4 (6 Schließungen, 2 Neueröffnungen)
- Saarland: 249 Apotheken (keine Veränderung)
- Sachsen: 864 Apotheken, -3 (4 Schließungen, 1 Neueröffnung)
- Sachsen-Anhalt: 537 Apotheken, -2
- Schleswig-Holstein: 551 Apotheken, -3
- Thüringen: 471 Apotheken, -3
Die Zahlen basieren auf Meldungen der jeweiligen Kammerbezirke. In Einzelfällen sind Abweichungen durch Nachmeldungen möglich.
Regionale Muster: Wo Neueröffnungen fehlen
In 14 von 17 Kammerbezirken schrumpfte die Zahl der Apotheken seit Jahresbeginn.
Besonders auffällig: In fast der Hälfte der Bezirke gab es keine einzige Neueröffnung.
- Keine Neugründungen seit Jahresbeginn: Brandenburg, Bremen, Hessen, Westfalen-Lippe, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.
- Baden-Württemberg verzeichnet den größten Rückgang im zweistelligen Bereich.
Politische Versprechen und ihr Status
Angesagte Maßnahmen für Vor-Ort-Apotheken
Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag Verbesserungen für Apotheken angekündigt. Geplant waren unter anderem:
- Erhöhung des Apotheken-Fixums auf 9,50 Euro
- Aufhebung des Skontoverbots
- höhere Vergütung für den Notdienst
Bislang sind diese Schritte nicht in Kraft getreten.
Umsetzung stockt
Eine Verordnung, die Skonto sowie die Notdienstvergütung regeln würde, liegt gutachterlich vor, wird aber noch in Brüssel geprüft.
Ein konkreter Entwurf zur Anhebung des Fixums wurde bisher nicht vorgelegt.
Neue Belastungen drohen: Rechnungen für Apotheken
Statt Entlastung könnten Apotheken zusätzliche Kosten erwarten.
Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sieht Maßnahmen vor, die Apotheken belasten würden. Dazu zählen:
- Dauerhafte Erhöhung des Abschlags
- Kürzung der Vertragspreise bei Hilfsmitteln
- Höhere Arbeitgeberbeiträge bei Minijobs
- Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze
Finanzexperte Dr. Sebastian Schwintek von der Treuhand Hannover schätzt die Mehrkosten für einzelne Apotheken auf rund 14.000 Euro.












