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Seit April werden Biologika in deutschen Apotheken aktiver ersetzt. Krankenkassen starten deshalb verstärkt Ausschreibungen für Rabattverträge. Manche Wirkstoffe sollen künftig ausschließlich an einen Anbieter vergeben werden — ein Schritt mit Folgen für Versorgung, Preise und Herstellerlandschaft.
Wen betrifft die Exklusiv-Vergabe? Recherchen und Hintergründe
Recherchen von APOTHEKE ADHOC zeigen, dass mehrere Biologika im Fokus stehen. Bei vier Wirkstoffen planen die Auftraggeber derzeit exklusive Zuschläge. Das hätte direkte Auswirkungen auf die Abgabe in Apotheken.
Biologika: Kassen planen Exklusivverträge, Millionen Patienten betroffen
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Die vier Wirkstoffe mit geplanten Exklusivverträgen
- Golimumab: Marktvertreter sind das Original Simponi und zwei Biosimilars, Gobivaz und Gotenfia.
- Infliximab: Hier konkurrieren Remicade und mehrere Biosimilars wie Flixabi, Inflectra, Remsima und Zessly.
- Natalizumab: Auf dem Markt sind derzeit Tysabri und das Biosimilar Tyruko verfügbar.
- Omalizumab: Nur zwei Anbieter sind gelistet: Xolair und Omlyclo.
Wie die Ausschreibungen strukturiert sind
Die Ausschreibungen variieren: Manche Wirkstoffe werden exklusiv vergeben. Andere sollen an zwei oder drei Hersteller gehen. Ziel ist, Wettbewerb zu bündeln und Kosten zu senken.
- Einzelne Ausschreibungen sehen nur einen Zuschlag vor.
- Bei einigen Präparaten sind bis zu zwei oder drei Hersteller zugelassen.
- Insgesamt laufen derzeit Ausschreibungen für etwa 15 Präparate.
Konsequenzen für Apotheken, Patienten und Hersteller
Ein exklusiver Rabattvertrag beeinflusst das Sortiment in Apotheken. Wenn ein Produkt den Zuschlag erhält, müssen Apotheken dieses bevorzugt abgeben. Für Patienten kann das Umstellungen bedeuten.
- Apotheken müssen Lieferketten anpassen und Bestände umstellen.
- Patienten sollten Rückfragen zum Wechsel und zur Wirkung stellen.
- Hersteller reagieren mit Preisstrategien oder neuen Angeboten.
Weiterführende Informationen und Listen
Eine vollständige Aufstellung der aktuellen Ausschreibungen ist verfügbar. Ebenso gibt es eine Liste aller derzeit gelisteten Präparate. Diese Dokumente bieten Details zu Laufzeiten, Umfang und beteiligten Herstellern.












