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- So verlief die Ausschreibung der Ersatzkassen
- Wieviele Wirkstoffe wurden angeboten — und wie viele Verträge kamen zustande?
- Warum blieben einige Wirkstoffe unbesetzt?
- Welche Präparate ohne neuen Rabattvertrag sind betroffen?
- Welche Maßnahmen sichern die Versorgung trotz Lücken?
- Ausblick für Apotheken und Patienten
Die Ersatzkassen haben ihre jüngste Vergaberunde für Generika abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen eine Mischung aus klaren Zuschlägen, fehlenden Partnern und Versorgungsengpässen, die Apotheker und Patienten gleichermaßen beschäftigen.
So verlief die Ausschreibung der Ersatzkassen
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Barmer, TKK zusammen mit hkk und HEK sowie DAK und KKH schrieben erneut gemeinsame Rabattverträge aus. In jedem Los konnten bis zu drei Hersteller berücksichtigt werden. Die Verträge sind auf zwei Jahre ausgelegt und sollen ab 1. Oktober gelten.
Wieviele Wirkstoffe wurden angeboten — und wie viele Verträge kamen zustande?
Insgesamt suchten die Kassen Ersatzlieferanten für 49 Wirkstoffe, Kombinationen und Darreichungsformen. Am Ende erhielten Anbieter für 41 Positionen einen Zuschlag. In acht Fällen blieb die Ausschreibung ohne neuen Rabattpartner.
Warum blieben einige Wirkstoffe unbesetzt?
- Marktkonzentration: Manche Wirkstoffe werden nur von wenigen Herstellern produziert.
- Produktverfügbarkeit: Teilweise sind Präparate als „Defekt“ gemeldet.
- Wirtschaftliche Kalkulationen: Hersteller sehen die Ausschreibung nicht als rentabel an.
- Lieferketten: Importlösungen müssen kurzfristig eingesetzt werden, wenn Verträge fehlen.

Welche Präparate ohne neuen Rabattvertrag sind betroffen?
Für diese Arzneien konnten aktuell keine neuen Rabattpartner gefunden werden. Teilweise laufen noch alte Verträge, teilweise fehlen Alternativen.
- Aciclovir als Augensalbe: Derzeit besteht ein Rabattvertrag mit 1A Pharma.
- Bezafibrat: Aktueller Partner ist Puren.
- Brimonidin (Einzeldosis-Behältnisse): Keine neue Vereinbarung.
- Brivudin: Nur drei Hersteller bieten den Wirkstoff noch an.
- Methylprednisolon: Momentan ist Hikma Vertragspartner.
- Nifedipin: Vertragspartner Denk Pharma; das Produkt ist bis ins nächste Jahr als Defekt gemeldet.
- Prednison: Verträge bestehen gegenwärtig mit Galen.
- Terazosin (bei gutartiger Prostatahyperplasie): Aristo und TAD sind derzeit gelistet.
Welche Maßnahmen sichern die Versorgung trotz Lücken?
Wenn kein Rabattvertrag zustande kommt, greifen Kassen, Hersteller und Apotheken zu mehreren Mitteln.

- Importe aus Drittstaaten, um Engpässe kurzfristig auszugleichen.
- Vorübergehende Bezugsvereinbarungen mit vorhandenen Lieferanten.
- Kontrolle durch Behörden, um Patientensicherheit zu gewährleisten.
Ein konkretes Beispiel
Beim Nifedipin sichert ein Import aus Georgien die Versorgung, weil das inländische Präparat als defekt gemeldet ist. Solche Lösungen sind jedoch nur temporär.
Ausblick für Apotheken und Patienten
Für Apotheken bleibt die Lage herausfordernd. Sie müssen flexibel auf Lieferänderungen reagieren. Patienten sollten bei Unsicherheiten ihre Apotheke oder Krankenkasse kontaktieren.











